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ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - BV/0293/13

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag:

Das Projekt Pro-Aktiv-Center Celle (PACE) wird in 2014 fortgeführt. Die Stadt Celle stellt ihren finanziellen Eigenbeitrag in Höhe von 24,6 % der Gesamtfinanzierung im Haushalt 2014 sicher.

 

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Sachverhalt:

Die neue Förderperiode für das Pro-Aktiv-Center beginnt 2014 und macht eine Kofinanzierungszusage für 25 % des Jahresbudgets notwendig. In 2014 ändern sich die Finanzierungskonditionen nicht, sodass eine Fortführung von PACE vorgesehen ist. Ein Antrag auf öffentliche Förderung für das Jahr 2014 wurde unter Gremienvorbehalt bei der NBank eingereicht. Mit dem Zuwendungsbescheid muss die Finanzierung durch die Entscheidung der städtischen Gremien abgesichert sein.

 

Im Zeichen des demografischen Wandels kommt der Arbeit von PACE aus der Sicht der Wirtschaftsförderung eine besondere Bedeutung zu. In den von der Wirtschaftsförderung für ihre Arbeit definierten fünf Hauptaufgabenfeldern für die nähere Zukunft (vgl. Vorlage Nr. BV/0198/13) korrespondiert die Arbeit von PACE mit der Zielsetzung „Heranführung von Personen mit schwierigem persönlichen Hintergrund an das Arbeitsleben“.

 

Das pro aktiv center ist 2012 aufgrund einer damals geänderten Gesamtfinanzierung mit einem neuen Konzept gestartet. Die Betreuung ist vielfältiger und individueller geworden. Nach wie vor ist PACE ein freiwilliges Angebot für Jugendliche, das viele Möglichkeiten der Unterstützung beinhaltet. Verpflichtungen werden mit den Klienten abgesprochen, wo dies nötig ist.

 

Die jungen Menschen kommen mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen (drogenabhängig, wohnungslos, vorbestraft etc.), die bisher einer Ausbildungs- oder Arbeitsaufnahme entgegenstanden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des PACE Celle fördern die individuellen Stärken und unterstützen dabei, diese Vermittlungshemmnisse abzubauen.

 

Die Betreuung durch PACE gliedert sich in drei Phasen, die im Regelfall aufeinander aufbauen. Diese sollen von der Aufnahme bei PACE über die Problem- und Stärkenanalyse, den Abbau von Vermittlungshemmnissen, das Stärken der Persönlichkeit und dem sozialen Lernen in der Gruppe bis zum Praktikum, der begleiteten Ausbildung oder der Aufnahme einer festen Arbeitsstelle führen.

 

In der ersten Phase (Phase1) wird ein individuelles Profil des Hilfesuchenden erstellt. Dies basiert z. B. auf Gesprächen, Erstellen einer Biographie, Lebenslinie oder Genogramm, ein Vertrauenspersonen-Interview sowie der Arbeit mit dem Familienbrett, aber auch mittels individueller Aufgabenstellungen und verbindlichen Terminen um 8:00 Uhr. Dann werden gemeinsame Ziele formuliert, wobei die Frage im Vordergrund steht, wer wobei wie unterstützen kann. Im günstigsten Fall werden die Vermittlungshemmnisse beseitigt, ausreichen muss aber meist, dass der junge Mensch langfristig stabilisiert wird (oder langfristig stabil ist). Die Verweildauer in der Phase1 ist ans Erreichen einer weiterhin arbeitsfähigen Stabilität gebunden.

 

In die zweite Phase (Phase2) kommen die Kandidaten, die sich in Phase1 stabilisiert haben und die in puncto sozialer Kompetenz Schwierigkeiten haben, was bei fast allen Betreuten der Fall ist. Hier vermitteln zwei PACE-Mitarbeiter den jungen Menschen sowohl Allgemeinbildung und Grundlagen des Schulwissens, als auch die Fähigkeit, sich in einer Gruppe mit vielen unterschiedlichen Charakteren zu behaupten, ohne andere zu stören oder zu dominieren. Für viele der Jugendlichen ist es schwierig, mit Autoritäten umzugehen. In Phase2 lernen sie dies, um die Teamfähigkeit im Job oder Ausbildungsbetrieb zu verbessern.

 

Wer nach den ersten beiden Phasen in der Lage ist, langfristig eine Ausbildung zu absolvieren, kommt in die dritte Phase (Phase3). Die Mitarbeiter des PACE-Teams konkretisieren die Ziele der jungen Menschen bezüglich ihrer beruflichen Wünsche. Gemeinsam wird dann unter Berücksichtigung der individuellen Stärken ein Betrieb gesucht, der bereit ist, ihn als Auszubildenden einzustellen.

 

Ein mehrwöchiges Praktikum steht meist am Beginn, damit der Betrieb sich von der Eignung des jungen Menschen überzeugen kann. Die Begleitung im Praktikum oder danach in der Ausbildung wird durch PACE angeboten, was sowohl für den Betrieb, als auch für die Auszubildenden Sicherheit gibt. Bei auftretenden Schwierigkeiten können beide Seiten unsere Unterstützung einfordern.

 

Diese Begleitung wird durch ehrenamtliche Mentoren unterstützt, die bereits in der Phase2 geeigneten Jugendlichen an die Seite gestellt werden, um sie in der Berufsfindungsphase zu unterstützen.

 

Das Pro-Aktiv-Center will 2014 auf Qualität und Kontinuität setzen. 2013 sind bisher 105 junge Menschen bei PACE in der Betreuung, davon sind aktuell 10 Personen in der Phase2, zwei Teilnehmer haben 2013 einen Hauptschulabschluss erwerben können. 17 Personen sind aktuell in der Phase3, davon drei in Arbeit, drei in einer schulischen Ausbildung und elf in Ausbildung. Weitere sieben Kandidaten sind in der Vorbereitung zu Phase2. Um die Jugendlichen kümmern sich zurzeit sechs Mitarbeiter/-innen in Voll- und Teilzeit und eine Verwaltungsfachangestellte in Teilzeit erstellt die Anträge und Abrechnungen für die NBank. Das Jahresbudget beträgt etwa 390.000 €. Die Stadt Celle bringt hiervon einen Eigenanteil von 24,6 % ein.

 

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Finanzielle Auswirkungen:

 

Mittelbereitstellung:

Im Ergebnishaushalt: für 2014  95.669,- €

Im investiven Haushalt: keine

Die Geldmittel werden im Haushalt 2014 eingeplant.

 

 

 

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