Mitteilungsvorlage - MV/0392/13
Grunddaten
- Betreff:
-
Mitteillungen der Verwaltung aus dem Bereich Kultur
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- Vorzimmer FB 2
- Zuständigkeit:
- (Dr. Susanne Schmitt)
- Ziele:
- Schärfung des kulturellen Profils
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Geplant
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Kulturausschuss
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Vorberatung
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14.11.2013
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Sachverhalt:
a.) Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung
Die 1. Stadträtin lernte auf einer Arbeitssitzung des Niedersächsischen Städtetages Frau Tania Breyer, die Ansprechpartnerin Bremen und Niedersachsen des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes kennen und lud sie nach Celle ein, um für die Kultur u.a. auch passende Angebote der bestehenden Wirtschaftsförderung aufzuzeigen. Am 29.5.2013 erklärte sich Frau Breyer bereit, zu einer ersten Beratungsveranstaltung nach Celle zu kommen. In KUNST & BÜHNE, Nordwall 46, folgten erfreulicherweise rund 40-50 künstlerisch selbstständig Tätige der Einladung des Fachbereichs Kultur. In dieser Auftaktveranstaltung referierte Frau Breyer über ihre Beratungstätigkeit und informierte die Künstlerinnen und Künstler darüber, in welchen Bereichen eine beratende Unterstützung für freiberuflich tätige Künstler/innen möglich sei.
Aufgrund der positiven Resonanz entschloss sich Frau Breyer noch am selben Abend, am 24.6.2013 einen Sprechtag im Neuen Rathaus anzubieten. Aufgrund der großen Resonanz wurde nach den Sommerferien von Frau Breyer ein weiterer Sprechtag abgehalten. Auf Initiative von Frau Dr. Hoffmann haben drei Teilnehmende eine Internet-Plattform entworfen, die auf dem nächsten Branchentreff vorgestellt werden soll.
b.) Sachkostenübersicht für die Veranstaltungsreihe „Eine kleine Hofmusik 2013“
In der Anlage legt die Verwaltung den Ausschussmitgliedern eine Übersicht über die Einnahmen und die Sachaufwendungen vor.
c.) Festakt 50 Jahre „Jugend musiziert“
Das 50-jährige Bestehen des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ feierte der Regionalausschuss „Jugend musiziert“ am 29.9.2013 im Celler Schloss. Im Rahmen des von knapp 250 Besuchern frequentierten Festaktes wurde die enorme Entwicklung, die der Wettbewerb bis hin zur Bundesebene seit 1963 zu verzeichnen hat, eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Acht ehemalige bzw. aktuelle Teilnehmer/innen des Wettbewerbs demonstrierten dies mal solistisch, mal kammermusikalisch, und umrahmten die würdevollen Redebeiträge virtuos.
d.) Dokumentationsstätte
Am 9.7.2013 besprach die Verwaltung mit Herrn Dr. Knoch mögliche weitere Schritte in Sachen (NS-)Dokumentationsstätte. Dabei führte Herr Dr. Knoch aus, dass eine Zeitzeugen-Befragung aus seiner Sicht nicht das konstruktivste Mittel sei, um die Realisierung der Dokumentationsstätte voranzutreiben. So schlug er z.B. vor, Gesprächskreise zu initiieren. Denkbar seien dabei sowohl private Kreise wie z.B. Seniorenheime als auch öffentliche Foren. Herr Dr. Knoch sagte zu, Kontakte zur Einrichtung einer Art Geschichtswerkstatt übermitteln zu wollen. Hierfür müsste allerdings eine professionelle Person gefunden werden. Da die von Herrn Dr. Knoch geforderte Einrichtung einer TVöD 13-Stelle (ca. 60.000 Euro Jahresgehalt über 3 Jahre) bei der derzeitigen Haushaltslage nicht realisierbar schien, wurde die Installierung eines wesentlich kostengünstigeren Promotions-Stipendiums favorisiert. Hierfür entstünden für die Dauer von 3 Jahren monatliche Kosten in Höhe von ca. 1.500,00 €. Abschließend waren sich alle Gesprächsteilnehmer darüber einig, dass zudem die Arbeiten am NS-Inventarverzeichnis weitergeführt werden müssten. Somit meldete die Verwaltung für den 1. Etatentwurf 2014 folgende Kosten an:
- Einrichtung einer Geschichtswerkstatt: 5.000,00 €
- Arbeiten am NS-Inventarverzeichnis10.000,00 €
- Durchführung eines Promotions-Stipendiums18.000,00 €
Aufgrund der mittlerweile eingetretenen desaströsen Haushaltslage wurden sämtliche drei oben aufgeführten Positionen aus dem Etatentwurf 2014 vollständig eliminiert.
e.) Kunst hier auch!
Die Verwaltung gratuliert dem neunköpfigen Team von „Kunst hier auch!“ dazu, wieder eine äußerst beeindruckende Kunstaktion in der Altstadt/Blumlage initiiert zu haben. Der Eigeninitiative von Pro-Altstadt Celle und Celler Künstlerinnen und Künstlern ist es zu verdanken, dass bei diesem großartigen und erfolgreichen Projekt in nunmehr sogar 93 Geschäften und Unternehmen der Altstadt/Blumlage 105 Künstler/innen ihre qualitätsvollen Kunstwerke präsentieren. Im Anschluss an die größte Vernissage, die in Celle wohl je stattgefunden haben dürfte, folgte am 18.10.2013 der Rundgang zu den Geschäften und Einzelaktionen. Im Vorfeld der künstlerischen Gestaltung einer Außenwand in der Borchers-Passage und beim Aufstellen der „Eimerkunst“ der Künstlerin Frau Carola Uhde leistete die Verwaltung Hilfestellung.
f.) Zeitzeugen-Interview mit Kurt Roberg
Im Rahmen eines Deutschlandbesuches besuchte Kurt W. Roberg (1924 als Sohn jüdischer Eltern in Celle geboren) Ende September 2013 zum wiederholten Mal auch seine Heimatstadt Celle. Das Stadtarchiv organisierte gemeinsam mit dem Hermann-Billung-Gymnasium Celle einen Workshop, der vormittags in der Schule stattfand. Nachmittags führte der Volontär des Bomann-Museums, Herr Galler, in Absprache und Vorbereitung mit dem Stadtarchiv ein lebensgeschichtliches Interview mit Herrn Roberg. Es ist geplant, dieses in Ausschnitten in die neue Dauerausstellung der Synagoge zu integrieren.
g.) Wiedereröffnung des Bomann-Museums Celle
Nach rund 10-jähriger Vorbereitungszeit und 3-jähriger Umsetzungsphase wurde am 25.10.2013 mit einem Festakt in der Stadtkirche die Dauerausstellung des Bomann-Museums wiedereröffnet. Die Dauerausstellung wurde mit einem Investitionsvolumen von 3,1 Millionen Euro vollständig überarbeitet und gliedert sich nun in 7 Abteilungen. Der Besucher stößt auf vielfältige auditive und visuelle Möglichkeiten, um sich umfassend informieren zu können. Die neue Konzeption stieß sowohl bei den 400 Gästen des Festaktes als auch bei den rund 1.000 Besuchern anlässlich des Tags der offenen Tür auf eine überwältigende positive Resonanz.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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12,4 kB
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