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ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - BV/0434/13

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag:

Der Jugendhilfeausschuss beschließt, die vorgelegte Vereinbarung mit dem Albert-Schweitzer-Familienwerk zum 01.01.2014 abzuschließen.

 

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Sachverhalt:

Seit vielen Jahren arbeitet die Stadt Celle in Bezug auf kriminalpräventive Projekte mit dem Albert-Schweitzer-Familienwerk am Standort CD-Kaserne zusammen. Die gruppenpädagogischen Angebote beziehen sich auf das Projekt Ambulante Betreuung (straffällig gewordene Jugendliche mit richterlicher Weisung), For Youth (straffällig gewordene Jugendliche im Vorfeld jugendgerichtlicher Verfahren), 2 Gruppen Pro Kids (delinquente Kinder unter 14 Jahre, also unterhalb der Strafmündigkeit) und nun Pro Kids-S (delinquente Kinder im Zusammenhang mit Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten an Schule oder im Zusammenhang mit Schule unterhalb der Strafmündigkeit).

Ein Pilotversuch im Jahr 2013 hat gezeigt, dass die Bearbeitung von Delinquenz im besonderen schulischen Kontext sinnvoll ist. Die Schule ist ein besonderer Ort, der nicht nur das Verhalten sondern auch für die Formen von Delinquenz prägt. Die Zuweisung durch den ASD sichert, dass dort nur Kinder hineinkommen, die einen Bedarf an Hilfe zur Erziehung haben. Somit erfüllt die Stadt mit der Zuweisung in das Projekt Pro Kids-S den Rechtsanspruch  auf Hilfe. Würde das Projekt nicht in Anspruch genommen, müsste evtl. eine Erziehungsbeistandschaft als Einzelbetreuung erfolgen.

Gruppenpädagogik ist grds. der Vorrang vor Einzelfallhilfen zu geben, da die Gruppe und die Auseinandersetzung mit Anderen eine breitere Reflexionsmöglichkeit beinhaltet als der Einzelkontakt, der sehr abhängig ist von Empathie, Verständnis und Kommunikation. Zudem lassen sich in der verhaltenspädagogisch orientierten Gruppe Verhaltensänderungen spielerisch einüben. Nach Auslaufen des Projektes 2. Chance vor einigen Jahren gibt es zudem kein Projekt mehr, das das Problem der Schulverweigerung explizit mit einbezieht. Pro Kids-S schließt auch hier eine Lücke.

Die Gruppe ist derzeit belegt. Es gibt eine Warteliste mit 2 Kindern. Erste positive Rückmeldungen sind u.a. auch wegen des Einbezugs der Schule und der betroffenen Lehrer durchweg positiv. Da die Fachkräfte dieses Arbeitsfeld wie keine andere Institution beherrschen, sah sich die Verwaltung dazu veranlasst, an die bisherigen erfolgreichen Projekte anzuknüpfen.

Die Kosten sind durch Synergie-Effekte in anderen Bereichen der Erziehungshilfen gedeckt und stehen im Rahmen der Haushaltsmittel auch 2014 zur Verfügung. Die vertragliche Vereinbarung mit einer überschaubaren Kündigungsfrist von ½ Jahr gibt den Vertragsparteien die notwendige Sicherheit.

 

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Anlagen

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