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ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - BV/0380/13-2

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag:

Beschluss wird in der Sitzung gefasst.

 

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Sachverhalt:

Die Fraktion Die Linke/BSG hatte beantragt, bei Celler Kulturveranstaltungen Last-Minute-Karten für Ermäßigungsberechtigte auszugeben. Dieser Antrag wurde am 14.11.2013 im Kulturausschuss diskutiert.

 

Während der Verwaltungsdirektor des Schlosstheaters in der Sitzung zum Thema vortrug, lagen die Stellungnamen von Congress Union und CD-Kaserne als weitere Celler Großveranstalter zum Zeitpunkt der Sitzung nicht vor. Letztendlich wurde der Antrag  aufgrund der derzeitigen Haushaltslage abgelehnt.

Der FD 04, Beteiligungsmanagement, gibt die Einschätzungen von CD-Kaserne und Congress Union folgendermaßen wieder:

Die Ausführungen von Herrn Thomsen und Herrn Schreiber sind inhaltlich sehr ähnlich, sodass die dargelegten Sachverhalte wie folgt zusammengefasst werden können:

 

Die Idee, die für den Theaterbereich sicherlich gut geeignet ist, kann nicht auf die CD-Kaserne gGmbH und die Congress Union übertragen werden.

 

Im Bereich der Einzelproduktionen ist das Verfahren eher unüblich, bzw. nur in Einzelfällen oder durch direkte monetäre Subventionierung möglich. Hinzu kommt, dass viele Veranstaltungen bereits im Vorfeld ausverkauft sind.

 

Grundsätzlich gilt, dass bei jeder Veranstaltung andere Rahmenbedingungen hinsichtlich der Künstlerverträge vorliegen. Deshalb kann das vorgeschlagene Vorgehen nicht garantiert werden, weshalb sich keine Regelmäßigkeit einstellen könnte. Diese wäre jedoch für eine Nachhaltigkeit und einen Erfolg sehr wichtig.

 

Des Weiteren ist das Zeitfenster von z.B. 20 Minuten vor Beginn für die Veranstalter nicht darstellbar, da generell bei Partys oder Konzerten die Einlasszeit genau zu diesem Zeitpunkt ihre Hochphase erlebt. Bei Konzerten wäre eher ein (ggf. festzulegender) Zeitpunkt nach Beginn ein realistischeres Kriterium, um Restkontingente freizugeben.

 

Weiter gilt, dass im Konzertbereich die Vorverkaufsentwicklung nicht immer vorhersehbar ist. Es gibt viele (auch letztlich erst eine ¾ Stunde nach Beginn ausverkaufte) Veranstaltungen, zu denen mehr Besucher an der Abendkasse kommen, als im Vorverkauf Karten verkauft werden. Je nach Vertragsgestaltung würden z.B. nicht nur die CD-Kaserne, sondern auch die Künstler mit wesentlich weniger Einnahmen rechnen müssen.

 

Es gibt letztlich nur sehr wenige Veranstaltungen, bei denen sich die Veranstalter sicher sind, dass Kartenkontingente freigegeben werden könnten. Dann wäre die bereits angesprochene Nachhaltigkeit aber nicht gegeben.

 

Bei der Congress Union kommt hinzu, dass diese vielfach nicht Veranstalter ist, sondern lediglich Vermieter. Die Bühnenveranstalter bzw. Konzertagenturen verwalten die Einnahmen durch das Ticketing selber. Die Veranstalter entscheiden nach ihren Erfahrungswerten, wann und ob sie einen Nachlass für bestimmte Zielgruppen einräumen. Den Veranstalter zu einer günstigen "last Minute"-Abgabe zu "zwingen", könnte problematisch werden, da es jetzt schon schwer ist, gute Produktionen nach Celle zu holen und ggf. der Veranstalter dann einen anderen Spielort vorziehen könnte.

 

Der vorgeschlagene Weg könnte dann funktionieren, wenn z.B. ein Gremium (eine Kulturloge) Kartenkontingente ordert und die daraus resultierenden Mindereinnahmen durch einen monetären Zuschuss / Sponsor / Stifter etc. subventioniert werden.“

 

Der VA hat am 17.12.2013 entschieden, dass der KA sich nochmals mit der Thematik befassen möge.

Inzwischen hat sich eine Celler Kulturloge gegründet; dies macht eine nochmalige Diskussion jedoch nicht obsolet, sondern zeigt den Bedarf an der Abgabe ermäßigter Karten. Die beiden Konzepte könnten sich ergänzen, da das Verteilungssystem einer Kulturloge langfristiger funktioniert als das Prinzip der Last-Minute-Tickets. Wie in der Ausschusssitzung am 14.11.2013 seitens der Antragsteller dargelegt, wurde keine Belastung des städt. Haushaltes erfolgen.

 

(Dr. Susanne Schmitt)

  1. Stadträtin

 

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Anlagen

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