Mitteilungsvorlage - MV/0052/14
Grunddaten
- Betreff:
-
Jahresbericht 2013 des Fachdienstes Wirtschaftsförderung und Immobilien
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- 80.1 Wirtschaftsförderung, Immobilien und Stadtmarketing
- Zuständigkeit:
- (Dr. Susanne Schmitt)
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Erledigt
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Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften
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Anhörung
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04.03.2014
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Sachverhalt:
In eigener Sache
In 2013 organisierte die Wirtschaftsförderung eine Befragung von Celler Unternehmen zur Zufriedenheit mit ihrer Arbeit. Dazu wurde ein selbst entworfener Fragebogen an 118 Unternehmen ausgesendet. 35 Unternehmen haben geantwortet; das entspricht einer Rücklaufquote von 30 %.
Gefragt wurde u.a. nach der Bekanntheit und der Nutzung der Angebote der Wirtschaftsförderung. 91 % kennen die Netzwerkarbeit der Wirtschaftsförderung, wie z.B. den Dämmerschoppen, 63 % haben ihn bereits besucht. Gut bekannt sind auch die Fördermittelberatung (80 %), die Erwerbsmöglichkeit von Gewerbegrundstücken (69 %), die Unterstützung bei Standortfragen, wie Betriebsansiedlung oder –erweiterung (57 %), das Cluster GeoEnergy (51 %) und die Existenzgründungsberatung (49 %). Projektthemen, die in der Regel nur Zielgruppensegmente interessieren, wie Frauen und Wirtschaft, „Nachhaltiges Celle“ oder die Wirtschaftsseiten auf www.celle.de, sind weniger bekannt (31 – 35 %). Neben den Netzwerkveranstaltungen besonders nachgefragt sind die Fördermittelberatung, die Unterstützung in Standortfragen und der Erwerb von Gewerbegrundstücken (31 – 37 %).
Für die Arbeitsleistung gab es gute Noten: eine 2,1 für die Schnelligkeit der Bearbeitung von Unternehmensanliegen, eine 2,2 für die Qualität der Arbeit, ebenfalls eine 2,2 für die Serviceorientierung und eine 1,6 für die Freundlichkeit.
Wirtschaftsförderung
Die in 2011 erfolgte Erhöhung der Qualitätskriterien für die einzelbetriebliche Investitionsförderung (GRW) hat auch in 2013 potentielle Antragsteller abgeschreckt. Im Berichtszeitraum haben drei örtliche Firmen einen Förderantrag gestellt. Zwei der geförderten Firmen erhielten bei einem Investitionsvolumen von 1.672.500,00 € eine GRW-Förderung in Höhe von 231.000,00 €. Es wurden 16 neue Arbeitsplätze (davon zwei Ausbildungsplätze) geschaffen. Ein Förderantrag eines Celler Großunternehmens mit einem Investitionsvolumen von 40 Mio. € ist von der NBank noch nicht abschließend beschieden worden.
Im KMU-Förderprogramm konnten aus Restzuwendungen noch drei Firmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 190.300,00 € mit 47.575,00 € gefördert werden. Durch die Förderung wurden elf neue Dauerarbeitsplätze geschaffen.
Neun intensive Existenzgründungsberatungen aus den Bereichen Gastronomie, Finanzdienstleistung, Handwerk und Groß- und Einzelhandel wurden durchgeführt. Vier Existenzgründer benötigten ein Gründercoaching und haben bei der NBank erfolgreich einen Förderantrag gestellt.
Seit Oktober 2013 gibt es für junge Existenzgründer das Förderprogramm MikroSTARTer Niedersachsen. Der Fachdienst Wirtschaftsförderung und Immobilien gehörte zu den ersten sogenannten fachkundigen Beratungsstellen (mit Zertifizierung) im Land Niedersachsen. Das Förderprogramm MikroSTARTer gewährt Existenzgründern auf Antrag Gelder in Höhe von 5.000 – 30.000 € als Darlehen. Die Beratung gestaltet sich sehr zeitintensiv. Die fachkundige Stellungnahme bedarf fundierter Kenntnisse im Hinblick auf Geschäftsidee, Geschäftsstandort, Absatzmarkt und nachhaltige Geschäftsplanung. Im Berichtszeitraum haben von Oktober bis Dezember bereits neun Antragsteller von dem Förderprogramm Gebrauch gemacht.
Im Rahmen der Bestandspflege konnten 72 Hilfeersuchen von örtlichen Firmen begleitet und meistens erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Mit den beteiligten Fachbereichen/Fachdiensten und/oder Externen sowie den jeweiligen Firmen konnte dann ein für beide Seiten befriedigender Konsens hergestellt werden.
Die Wirtschaftsförderung hat im Wesentlichen dazu beigetragen, dass sich neun KMU-Firmen in Celle angesiedelt haben bzw. in absehbarer Zeit ansiedeln werden. Diese kleinen und mittleren Unternehmen kommen aus den Bereichen Wasseraufbereitung, Rohrleitungsbau, Handwerk, Dienstleistung und Gastronomie.
Ein Unternehmen konnte leider nicht angesiedelt werden, weil das Planungsrecht an dem vom Unternehmen gewünschten Standort keine gewerbliche Nutzung vorsah.
Drei komplexe und sehr zeitintensive Beratungen im Förderprogramm „Forschung und Entwicklung (F+E) wurden durchgeführt. Nunmehr werden diese Anträge von der NBank geprüft und bewertet. Eine Entscheidung steht für 2014 an.
Seit Sommer 2013 unterstützt das Technologietransfer-Zentrum Elbe-Weser (TZEW), beauftragt durch den Landkreis Celle, die Wirtschaftsförderung in ihrer Technologietransfer- und Innovationsberatung. Etwa 15 Gespräche haben seither in verschiedenen, vorwiegend technologieorientierten Unternehmen stattgefunden. Ein konkreter Bedarf hat sich bislang nur in Einzelfällen herausgestellt. Das Beratungsangebot wird 2014 fortgesetzt.
Zu den Aufgaben einer Wirtschaftsförderung gehört auch die Vernetzung von regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Institutionen und Verwaltung. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass sich gerade auch unter informellen Rahmenbedingungen immer wieder Gelegenheiten zu Geschäftskontakten entwickeln. Auch aus diesem Grunde hat die Wirtschaftsförderung am 28. August 2013 den Dämmerschoppen, dieses Mal in der Neuen Feuerwache organisiert. Etwa 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an dieser Zusammenkunft teil.
Aus einem Bereich der Politik kam der Wunsch, die Partnerschaft zwischen Kwidzyn und Celle im Hinblick auf einen Austausch von jungen Auszubildenden/Berufsschülern zu aktivieren. Der Fachdienst Wirtschaftsförderung und Immobilien begleitet dieses Anliegen.
Immobilienmonitoring in der Innenstadt
Die Wirtschaftsförderung erhebt zweimal jährlich, im Winter und im Spätsommer/Herbst, die Leerstände in der Innenstadt. Dabei werden lediglich Leerstände im Erdgeschoss festgehalten, da diese von Besuchern der Innenstadt am Ehesten wahrgenommen werden. Vertiefende Untersuchungen, z.B. Veränderungen in der Summe der Verkaufsflächen, sind aus Ressourcengründen nicht darstellbar.
Insgesamt zeigt sich ein über die letzten beiden Jahre recht stabiles Bild, wobei die Problembereiche vor allem in 1c-Lagen anzutreffen sind. Leichte Erholungstendenzen sind zum Jahresende 2013 in dem der Alten Feuerwache zugewandten Bereich der Bergstraße festzustellen.
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| 2/2012 | 08/12 | 03/13 | 10/13 |
1a | Zöllnerstraße | 3 | 2 | 0 | 0 |
1a | Markt | 1 | - | 0 | 1 |
1a | Poststraße | - | - | 0 | 0 |
1b | Großer Plan | - | 1 | 0 | 0 |
1c | Stechbahn | - | - | 0 | 0 |
1b | Mauernstraße | 5 | 6 | 6 | 4 |
1b | Rundestraße | 1 | 1 | 1 | 1 |
1b | Prinzengasse | 1 | 1 | 1 | 1 |
1b | Piltzergasse | 2 | 2 | 1 | 1 |
1b | Rabengasse |
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| 0 | 1 |
1b | Neue Straße | 3 | 3 | 2 | 4 |
1c | Brandplatz | - | 1 | 1 | 1 |
1b | Schuhstraße | 7 | 8 | 6 | 8 |
1b | Am Heiligen Kreuz | 3 | 4 | 6 | 5 |
| Kanzleistraße | 6 | 6 | 6 | 5 |
1b | Hehlentorstraße | 1 | 3 | 3 | 4 |
1b | Bergstraße (44 – 52) | 3 | 3 | 4 | 4 |
| Bergstraße (7 – 25) | 11 | 11 | 11 | 10 |
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| 47 | 52 | 49 | 50 |
Veranstaltungen
Hannover Messe Industrie
Die Stadt Celle beteiligte sich bereits zum fünften Mal in Folge mit einem Gemeinschaftsstand an der Hannover Messe Industrie. Auf etwa 270 qm stellte sich Celle innerhalb der Fachmesse Energy unter dem Motto „Celle - Stadt mit Energie“ dar. An dem Messestand beteiligten sich die Unternehmen ITAG Tiefbohr GmbH, FW-Fernwärme-Technik GmbH, Celler Brunnenbau GmbH & Co. KG, Koller Maschinen- und Anlagenbau GmbH, NIBE Systemtechnik GmbH, Hartmann Valves GmbH, Bohrmeisterschule Celle e.V. und GeoEnergy Celle e.V. Neben der Firmenpräsentation bildete das Thema Geothermie einen Schwerpunkt des Messeauftritts. Das Thema wurde durch drei attraktive Modelle aus den Bereichen oberflächennahe, mitteltiefe und tiefe Geothermie visualisiert und zeigte den Messebesuchern einen Kompetenzschwerpunkt der Celler Wirtschaft im Bereich der erneuerbaren Energien.
Tag der Mediation
Am 26. Oktober 2013 fand im Alten Rathaus der „Tag der Mediation für Celler Bürgerinnen und Bürger“ mit Beteiligung der Stadt Celle, des Landkreises Celle, des Oberlandesgerichts Celle, der Rechtsanwaltskammer Celle, der Deutschen Stiftung Mediation und der Volkshochschule statt. Mehrere hundert Gäste besuchten die vier Workshops zu den Themen „Arbeit und Wirtschaft“, „Familienmediation“, „ Streitschlichtung an Schulen“ und „Mediation beim Güterichter“ sowie die Ausstellung im Foyer. Die Veranstaltung wurde von der Wirtschaftsförderung gemeinsam mit dem OLG Celle und der Rechtsanwaltskammer Celle organisiert.
Clustermanagement Kooperationsnetzwerk GeoEnergy Celle
Nachdem im Jahr 2011 über einen Kooperationsvertrag die inhaltliche Verantwortung im Clustermanagement GeoEnergy Celle von der Stadt Celle auf den Verein GeoEnergy Celle e.V. übertragen wurde, konzentrierte sich die Wirtschaftsförderung auf das Controlling der Fördermaßnahme und der Berichterstattung gegenüber dem Fördergeber NBank. Sie wirkte darüber hinaus im Arbeitskreis Marketing mit.
Die Fördermaßnahme wurde zum 14.04.2013 abgeschlossen. Seither ist der GeoEnergy Celle e.V. über eine weitere Fördermaßnahme autark tätig. Die Stadt Celle ist aber weiterhin Mitglied im Verein.
Zu den wesentlichen Maßnahmen des Clustermanagements GeoEnergy Celle im Jahre 2013 zählten unter anderem:
- die Teilnahme auf der Hannover Messe Industrie
- Machbarkeitsstudie zum geothermischen Potenzial im Landkreis Celle
- Mitwirkung an einem modifizierten Konzept des Entdeckerpfades Erdöl, Erdgas, Erdwärme („Geothermiepfad“)
- Lobbyarbeit für die Geothermie auf regionaler – , Landes- und Bundesebene
- Sitzungen der Arbeitskreise oberflächennahe Geothermie, mitteltiefe Geothermie, tiefe Geothermie und Marketing
Außerhalb des Clustermanagements wurde bereits zum dritten Mal in Folge der Fachkongress Celle Drilling und wieder in eigener kaufmännischer Verantwortung des GeoEnergy Celle e.V. organisiert.
OECN
Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Repräsentanzen und Unternehmen im Osteuropa-Centrum Niedersachsen OECN verliefen im Berichtsjahr stabil. Nur ein Repräsentant hat nach vier Jahren seiner Tätigkeit seinen gemieteten Raum im OECN gekündigt. Neue Mieter sind nicht hinzugekommen.
Standortmarketing
Das Standortmarketing umfasste 2013 konzeptionelle und operative Maßnahmen in diversen Projekten und Leistungsfeldern.
Nachhaltiges Celle
Der Arbeitsschwerpunkt 2013 im Projekt „Nachhaltiges Celle“ bestand in dem Bestreben, das Thema „Nachhaltigkeit“ und den „Celler Weg“ zur Umsetzung in Unternehmen möglichst breit gefächert in den Schulen in Stadt und Landkreis Celle zu verankern. So wurde das Projekt im Arbeitskreis Schule / Wirtschaft vorgestellt und besprochen und die Vorbereitung einer Projektarbeit der 12. Klassen BBS I Celle – Berufliches Gymnasium Wirtschaft – mit dem Thema „ Auswirkungen der Berücksichtigung des Prinzips der Nachhaltigkeit auf den Marketing-Mix eines Unternehmens“ auf den Weg gebracht.
Dem Arbeitskreis Schule / Wirtschaft gehören alle Schulleiter der Schulen aus Stadt- und Landkreis Celle an. Im Rahmen einer Veranstaltung am xx.xx.2013 haben drei Celler Unternehmen, die sich bei „Nachhaltiges Celle“ beteiligt haben, den Teilnehmern ihre individuellen betrieblichen Maßnahmen zur Nachhaltigkeit vorgestellt und diskutiert.
Die Veranstaltung „Arbeitskreis Schule / Wirtschaft“ und die Vorbereitung der Facharbeit wurde von FD 80 und BBS I gemeinsam erarbeitet. Für die Betreuung der Facharbeit, mit unterschiedlichen betrieblichen Schwerpunkten zum Thema „Nachhaltigkeit“, haben sich sechs Celler Unternehmen bereit erklärt. Die Ergebnisse der Facharbeit werden 2014 vorgestellt.
Fachkräftegewinnung / Fachkräftesicherung
Im Zeichen des demografischen Wandel wird die Standortwerbung zur Fachkräftegewinnung und -sicherung in den nächsten Jahren eine besondere Bedeutung bekommen. Im Berichtjahr wurde zunächst die Website www.wirtschaftsregion-celle.de aktualisiert, um den Standort und die Lebensqualität der Stadt Celle hier noch besser darzustellen. Zudem fanden Sondierungen statt, welche Instrumente zur fachkräftebezogenen Standortwerbung generell genutzt werden könnten. In 2014 soll dann das Thema Fachkräftegewinnung / Fachkräftesicherung eine Schwerpunktaufgabe im Fachdienst werden. Dazu wird auch die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in der Region Celle angestrebt.
Entdeckerpfad Erdöl, Erdgas, Erdwärme
Die Standorte der Exponate wurden in Abstimmung mit dem Denkmalschutz noch einmal verändert: Eine Bohrlochkopfverflanschung sowie einige Bohrköpfe sollen in den Triftanlagen an der Ecke Bahnhofstraße/Breite Straße, ein Bohrstrang und die Bohrkerne vor der Bohrmeisterschule aufgestellt werden. Mit der Umsetzung des Projektes wurde auf dem Gelände der Bohrmeisterschule im Zuge der Baumaßnahmen für einen neuen Parkplatz Ende 2013 begonnen. Zum Frühjahr 2014 sollen die ersten Exponate aufgestellt sein.
Schaufenster Elektromobilität – Tag der Elektromobilität
FD 80 stellte einen Antrag auf öffentliche Förderung der Erprobung von Schnellladeinfrastruktur im Rahmen des „Schaufenster Elektromobilität“ der Metropolregion Hannover-Göttingen-Braunschweig-Wolfsburg. Mit der Bewilligung des Antrags wird im März/April 2014 gerechnet.
Zur Implementierung des Themas „Schaufenster Elektromobilität“ bei der Celler Bevölkerung wurde gemeinsam mit der SVO Vertrieb GmbH am 13.04.2013 ein „Tag der E-Mobilität“ veranstaltet. Sechs Celler Autohändler und drei Fahrradhändler präsentierten E- Modelle auf dem Großen Plan. Allgemeine Informationen über Ladetechnik und Klimanutzen rundeten das Programm ab. Celle war die erste Stadt in der Metropolregion, in der eine gemeinsame Präsentation von mehreren Fahrzeughändlern stattfand. Die verschiedenen Modelle an E-Fahrzeugen, die die Autohändler vorstellten, lieferten einen optischen Vorgeschmack auf die Mobilität der Zukunft.
Celler Wochenmärkte
Im Rahmen der beabsichtigten Neuorientierung des Heese-Wochenmarktes wurde die Kundenbefragung abgeschlossen und ausgewertet. Die Ergebnisse wurden den Marktbeschickern im Oktober 2013 vorgestellt. In der Folge ist beabsichtigt, anhand der Schlüsse, die sich aus der durchgeführten Befragung ziehen lassen, Maßnahmen umzusetzen, die zu einer Belebung des Heese-Wochenmarktes führen sollen. Der Arbeitskreis – FDe 80 / 32 und Mitglieder des Marktvereins – wird unter Zugrundelegung der Befragungsergebnisse Aktionen und Maßnahmen für den Heese Wochenmarkt entwickeln und im Jahr 2014 umsetzen.
Kulturroute – Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover
Im Rahmen des Projektes Kulturroute – Mit dem Rad zu den kulturellen Leuchttürmen im Erweiterten Wirtschaftsraum Hannover (EWH) – das durch das Programm „Touristische Entwicklung für Kooperations- und Netzwerkprojekte“ mit Fördermitteln kofinanziert wird, wird ein neuer Fernradweg in Niedersachsen entwickelt. Die Kulturroute verbindet erstmals kulturelle Leuchttürme und bedeutende Kulturangebote mit überregionaler Bedeutung über Radrouten im Erweiterten Wirtschaftsraum Hannover (EWH) miteinander. Die Kulturroute ist ca. 810 km lang und Bestandteil des landesweiten Radfernwege-Netzes Niedersachsen (N-Netz).
FD 80 arbeitet in der Projektsteuerungsgruppe Kulturroute Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover mit und ist in Koordination mit FD 66 zuständig für die Beschilderung und Wegweisung der Strecke im Bereich der Stadt Celle. Ferner engagiert sich FD 80 an der Broschüren-Entwicklung zur Kulturroute.
Weitere Tätigkeiten des Standortmarketings
FD 80 beschäftigte sich auch in 2013 mit der (Weiter-)Entwicklung touristischer Infrastruktur. Dazu zählten der Marketingausschuss-Vorsitz und Vorsitz der Region Nord in der Deutschen Fachwerk-Straße, Optimierungen des Fernwanderweg Lüneburger Heide „Heidschnuckenweg“ – Hamburg – Fischbek – Celle sowie die Mitarbeit für die Stadt Celle im Kooperationsraum Aller-Leine-Tal / Vertretung der Stadt Celle in der LAG (Lokale Aktionsgruppe).
PACE
Das Pro Aktiv Center ist 2012 mit einem neuen Konzept gestartet. 2013 zeigten sich erste Resultate der Konzeptänderung. Die Betreuung ist gegenüber der Vergangenheit vielfältiger und individueller geworden.
Die Betreuung durch PACE gliedert sich neben der allgemeinen Beratungstätigkeit in drei Phasen, die im Regelfall aufeinander aufbauen. Diese sollen von der Aufnahme bei Pace über die Problem- und Stärkenanalyse, den Abbau von Vermittlungshemmnissen, das Stärken der Persönlichkeit und dem sozialen Lernen in der Gruppe bis zum Praktikum, der begleiteten Ausbildung oder der Aufnahme einer festen Arbeitsstelle führen.
Phase 1: Es wird ein individuelles Profil des Hilfesuchenden erstellt, Vermittlungshemmnisse werden beseitigt und die jungen Menschen stabilisiert.
Phase 2: Die PACE-Mitarbeiter vermitteln den Jugendlichen Grundlagen des Schulwissens und Teamkompetenzen.
Phase 3: Die Mitarbeiter begleiten die Betreuten in Praktika und Ausbildung, unter Berücksichtigung individueller Stärken.
Das neue Konzept des Pro Aktiv Centers setzte auch 2013 auf Qualität und Kontinuität. 2013 waren 123 junge Menschen bei PACE in der Betreuung.
In der Phase 2 waren 30 Personen, 2 Personen haben eine externe Hauptschulprüfung bestanden und 13 Personen verbleiben auch 2014 in der Phase 2.
In der Phase 3 waren 2013 61 Personen, davon befanden sich 22 in einer betrieblichen, 7 in einer außerbetrieblichen und 7 in einer schulischen Ausbildung, 7 waren in Arbeitsverhältnissen und 18 absolvierten eine langfristige berufliche Maßnahme oder einen Mini Job.
Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft von Stadt und Landkreis Celle
Die Koordinierungsstelle ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Celle und des Landkreises Celle und wird von der Europäischen Union zu 75% aus EFRE-Mitteln gefördert. Die Beratungsstelle zur beruflichen und betrieblichen Förderung von Frauen arbeitet eng mit den Unternehmen vor Ort zusammen und unterstützt diese bei der Umsetzung von familienfreundlichen Maßnahmen.
Ziel der Koordinierungsstelle ist es, die Erwerbstätigkeit und Qualifikation von Frauen zu fördern, um so Fachkräfte für die Unternehmen aus der Region zu gewinnen.
Die Auswirkungen des Fachkräftemangels zeigen sich auch verstärkt in unserer Region und wirken besonders in den technischen und pflegerischen Bereich hinein. Hieraus ergibt sich, dass eine familienfreundliche Personalpolitik von Seiten der Unternehmen verstärkt als Personalmarketinginstrument eingesetzt wird.
In 2013 wurde die Fortführung der Koordinierungsstelle gemäß der EU-Förderung vorerst bis zum 30.06.2015 beschlossen.
Arbeitsschwerpunkte im Jahr 2013 waren:
- Geschäftsführung für den Überbetrieblichen Verbund e.V., einem Verein familienfreundlicher Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
- Beratung von Frauen zum beruflichen Wiedereinstieg nach Familienphasen, zur beruflichen Neuorientierung, zur Existenzgründung und zu Qualifizierungsbedarfen
- Herausgabe eines halbjährlichen Fortbildungsprogramms
- Organisation einer Sommerferienbetreuung für die Kinder Berufstätiger
- Veranstaltungen zum Thema „Frauen in Pflegeberufen“
- Veranstaltung zum Thema „betriebliche Kinderbetreuung“
- Frühjahrsempfang für Frauen in Wirtschaft und Selbständigkeit
- Aktionen zum Thema „studieren ohne Abitur“
Immobilien
Im Jahr 2013 konnten insgesamt ca. 3 ha Gewerbeflächen vermarktet werden, davon ca. 1,7 ha im Gewerbegebiet Altenhagen Nord und ca. 1,3 ha im Gewerbegebiet Wietzenbruch.
Gewerbegebiet Altenhagen Nord
Nach den ersten fünf Grundstücksverkäufen in 2012 konnten in 2013 die ersten Bauvorhaben realisiert wurden. So haben das Autohaus Speckhahn und die Firmen Dobberkau und P.S. Rode GmbH (Neuansiedlung in Celle) bereits ihre neuen Standorte eröffnet. Weiterhin wurden umfangreiche Baumaßnahmen auf dem neuen Betriebsgelände der Firma Hoth Tiefbau GmbH & Co. KG realisiert.
Im Jahr 2013 konnten zudem vier weitere Grundstücke veräußert werden. Dabei wurden insgesamt ca. 1,7 ha Flächen verkauft. Hier werden sich Betriebe aus den Bereichen Zimmerei und Innenausbau, Ingenieurbüro / Planungsbüro, Brandschutz und Mineralöl / Kraftstoffe ansiedeln.
Die geplante Ansiedlung von zwei Unternehmen konnte nicht realisiert werden, da die vorgesehenen Investitionen nicht konkretisiert werden konnten. Für die betreffenden Flächen gibt es mittlerweile aber andere Interessenten.
Der Erfolg, den das Gewerbegebiet Altenhagen Nord bereits im Jahr 2012 verzeichnen konnte, setzte sich auch im Jahr 2013 fort. Eine Fläche von ca. 2,9 ha Größe wurde weiterhin für eine geplante Firmenumsiedlung reserviert, die erforderlich sein wird, um die Voraussetzungen für ein bedeutendes städteplanerisches Projekt zu schaffen.
Gewerbegebiet Wietzenbruch
Im Jahr 2013 konnte ein positiver Trend bei der Vermarktung von Gewerbeflächen im Gewerbegebiet Wietzenbruch festgestellt werden. So konnten sieben Grundstückskaufverträge abgeschlossen werden. Dabei wurden Flächen im Umfang von insgesamt ca. 1,3 ha veräußert. Neu ansiedeln werden sich in Kürze ein Betrieb, der auf die Herstellung von Anlagen zur Wasseraufbereitung spezialisiert ist, und ein Kfz-Betrieb. Außerdem haben fünf bereits ortsansässige Betriebe Flächen hinzu erworben, um sich Erweiterungsmöglichkeiten zu schaffen und die Zukunftsfähigkeit ihrer Betriebe am jetzigen Standort zu sichern. Darunter befinden sich zwei Kfz-Betriebe, eine Tischlerei, ein Land- und Forstbetrieb sowie eine Firma, die auf Messtechnik spezialisiert ist. Im Dezember 2013 wurden bereits Verkaufsbeschlüsse für die nächsten Grundstückskaufverträge gefasst, die voraussichtlich im Jahr 2014 umgesetzt werden können und eine Gesamtfläche von ca. 1,4 ha umfassen.
Die positive Entwicklung in der Vermarktung des Gewerbegebietes Wietzenbruch in den letzten beiden Jahren wird sich voraussichtlich auch im Jahr 2014 fortsetzen, da es bereits einige aussichtsreiche Grundstücksverhandlungen gibt.
Drilling Simulator
Nachdem im Dezember 2012 durch den Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages wesentliche Regelungen für die Realisierung eines neuen Forschungszentrums „Drilling Simulator“ auf dem Gelände des ehemaligen „Martahofes“ in der Baker-Hughes-Straße getroffen wurden, wurde das Bauvorhaben im Jahr 2013 begonnen. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2014 vorgesehen.
Interkommunale Gewerbegebiete
Im Jahr 2013 wurden weitere Aspekte im Zusammenhang mit der Vorbereitung der evtl. Entwicklung eines gemeinsamen interkommunalen Gewerbegebietes mit einer Nachbargemeinde behandelt. Fragestellungen / Problematiken, die sich bei der Betrachtung einer konkreten möglichen Lage für ein solches interkommunales Gewerbegebiet ergeben haben, werden in 2014 zu einem Zwischenfazit führen. Anschließend muss über eine weitere Vorgehensweise entschieden werden.
Verkauf von Wohnbaugrundstücken
Die Vermarktung des Wohnbaugebietes Klein Hehlen, Am Kieferngrund, wurde in 2013 intensiv fortgesetzt. Überraschend zügig konnte ein Großteil der 70 Grundstücke vermarktet werden Bislang sind 54 Kaufverträge abgeschlossen, vier Grundstücke reserviert und 11 noch frei. Vergleichsweise schleppend gestaltet sich die Vermarktung der Restgrundstücke am südlichen Waldrand. Hier gibt es aber auch erste Interessenten. Ein Grundstück ist für einen Kindergarten optioniert.
Vorbereitung und Realisierung von Flächenankäufen für die Umsetzung von Planungen
Für den Neubau der Paul-Klee-Schule (Förderschule) hat der Landkreis Celle das Gelände der ehemaligen Mountbatton-School erworben. Da die Fläche alleine für das Projekt nicht ausgereicht hätte, hat die Stadt Celle dem Landkreis angrenzende Flächen verkauft, die das 2011 begonnene Projekt nun realisierbar werden lassen.
Für den geplanten Kreisverkehr am Neumarkt sowie für die vorgesehene Umgestaltung des Vorplatzes an der Rathsmühle konnten verschiedene Kauf- bzw. Tauschverträge realisiert werden. Für den Hochwasserschutz wurden zahlreiche Einzelmaßnahmen notariell geregelt und für den 3. Planfeststellungsabschnitt komplexe Verhandlungen mit Grundeigentümern aufgenommen.
Zudem fanden verschiedene Grundstücksarrondierungsmaßnahmen statt, z.B. an ehemaligen DB-Bahnübergängen und im Bereich der Altdeponie Kiebitzsee, sowie Verkäufe kleinerer Flächen zur Realisierung privater Bauvorhaben.
Grundstücksangelegenheiten bebauter Grundbesitz
Auch in 2013 bestand die Hauptaufgabe, Immobilien zu veräußern, die nicht mehr zwingend für die Aufgabenerfüllung der Stadt Celle im Bestand gehalten werden müssen. Dies gestaltete sich nicht immer so reibungslos, wie erhofft und vermutet. So wurde der Eigentumsübergang einiger Wohnimmobilien an die WBG vorbereitet, das Objekt Welfenallee 32 bislang ohne Erfolg an den Markt gebracht bzw. der WBG angeboten sowie der Verkauf des Prinzenpalais vorbereitet (ab 2014 in der Vermarktung). Die lang anhaltende Diskussion über das Für und Wider eines Verkaufs der Rathsmühle führte in 2013 ebenfalls zu umfangreichen Arbeitsprozessen. Mit Bezug auf den Ausbau des Nordwalls konnten in einzelnen Objekten weitere Entmietungen vorgenommen werden.
