Mitteilungsvorlage - MV/0198/14
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstandsbericht Mitwirkung in der Arbeitsgruppe Deutsche Fachwerkstraße
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- 80.1 Wirtschaftsförderung, Immobilien und Stadtmarketing
- Zuständigkeit:
- (Dr. Susanne Schmitt)
- Ziele:
- Profilbildung und Weiterentwicklung im Städtetourismus und Stadtmarketing
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften
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Anhörung
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10.07.2014
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Deutsche Fachwerkstraße
Allgemein
Die Deutsche Fachwerkstraße verbindet seit 1990 auf über 2.800 km Streckenlänge historische Fachwerkstädte von der Elbe bis zum Bodensee. Als eine der bedeutendsten und längsten Ferienstraßen in Deutschland verläuft sie durch die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Thüringen, Bayern und Baden – Württemberg.
Insgesamt gehören im Jahr 2014 der Deutschen Fachwerkstraße 98 Städte an. Die Strecke der Deutschen Fachwerkstraße ist in 6 Regionalrouten von Nord nach Süd unterteilt:
Von der Elbe zum Harz 21 Städte
Vom Harz zum Thüringer Wald 7 Städte
Vom Weserbergland über Nordhessen zum Vogelsberg 21 Städte
und Spessart
Vom Westerwald über Lahntal und Taunus zum Main 9 Städte
Vom Rhein zum Main und Odenwald 12 Städte
Vom Neckar und Schwarzwald zum Bodensee 28 Städte
Die Mitgliedsstädte mit sehr unterschiedlicher Größe und entsprechend sehr differenzierter regionaler Bedeutung haben als zentrale Gemeinsamkeit ein nachprüfbares qualitätsvolles Ensemble historischer Fachwerksgebäude in ihrem Innenstadtkern und / oder in ihren Ortsteilen. Darüber hinaus weisen sie eine organisatorisch und personell fundierte Tourist-Information aus. Eine entsprechende touristische Infrastruktur muss ebenfalls vorgewiesen werden.
Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in der Deutschen Fachwerkstraße ist die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V.
Organisationsstruktur
Die Deutsche Fachwerkstraße ist eine der drei Arbeitsgruppen der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V.
Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte
Geschäftsstelle Fulda

Arbeitsgrp. Bildung u. Recht Arbeitsgrp. Bautechnik Arbeitsgrp. Deutsche
Fachwerkstraße
Aufgabenbeschr. letzte Seite Aufgabenbeschr.letzte Seite
Ausschussversammlung
Marketingausschuss
Regionalstrecken
Die Regionalstrecken entwickeln eigene Angebotspakete / Werbeaktivitäten und geben jeweils eine Regionalstreckenkarte heraus.
Sitz der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte ist Fulda.
Die Geschäftsstelle ist mit 3 Mitarbeitern 1 Geschäftsführerin
1 Mitarbeiterin Vollzeit
1 Mitarbeiterin Teilzeit
besetzt.
Weiterhin steht der bisherige Geschäftsführer, Prof. Gerner, der Geschäftsstelle für den Zeitraum bis 30.04.2016 beratend zur Verfügung.
Zum weiteren Aufgabenbereich der Geschäftsstelle gehört die Fortführung und Weiterentwicklung der Konzeption „Fachwerktriennale“, die alle drei Jahre durchgeführt wird. Die Themenbereiche der Triennale beinhalten immer auch Projekte mit touristischem Hintergrund, damit verbunden Umsetzungs- und Vermarktungsmöglichkeiten für die Mitglieder der Deutschen Fachwerkstraße.
Mitgliedsbeitrag
Die Beträge der Mitgliedsstädte setzen sich aus einem zugrunde gelegten Schlüssel aus Einwohnerzahl und Bettenzahl zusammen, wobei der Mindestbeitrag 648,00 € und der Höchstbeitrag 2.300,00 € jährlich beträgt.
Für Celle beträgt der jährliche Betrag = 2.300,-- €.
Insgesamt hat die Deutsche Fachwerkstraße ein Aufkommen an Mitgliedsbeiträgen von jährlich 118.000,00 €.
Die Ziele der Deutschen Fachwerkstraße
- Erhöhung des Bekanntheitsgrades in den Zielgruppen
- Erhöhung des Marktanteils im Verhältnis zu vergleichbaren Ferienstraßen in Deutschland
- Maximale Ausschöpfung der Gästequellgebiete
- Motivierung von Multiplikatoren und Mittlern
- Entwicklung von thematisch orientierten Reisen
- Einbindung der Deutschen Fachwerkstraße in das öffentliche Interesse
- Darstellung der Städte als lebendige, historische Städte und kulturelle Zentren
Die Zielgruppen der Deutschen Fachwerkstraße
Die Tatsache, dass für das Marketing der Deutschen Fachwerkstraße der Geschäftsstelle nur begrenzte Mittel zur Verfügung stehen, veranlasst, um eine maximale Durchsetzung zu erreichen, die Mittel auf besonders erfolgversprechende Zielgruppen in tourismusrelevanten Gästequellgebieten zu konzentrieren.
Das Angebot wendet sich gegenwärtig an Personen im Individual- und Gruppenreisesegment der mittleren, aktiven Altersschicht mit mittlerem bis hohem Einkommen, überwiegend aus Städten und Großstädten stammend, reiseerfahren und kulturinteressiert.
Dazu gehören:
Architektur- und geschichtsinteressierte Städtereisende
Reisende mit dem Oldtimer
Motorradreisende
Wohnmobilreisende
Fahrradtouristen
Maßnahmen zur Durchsetzung der Werbeziele und Ansprache der Zielgruppen
Für die Zielgruppenansprache und Durchsetzung der Werbeziele hat die Deutsche Fachwerkstraße, unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Budgets, eine Reihe von Maßnahmen entwickelt.
Broschüren Deutsche Fachwerkstraße – Gesamtübersicht der Regionalstrecken
Zauberhafte Hotels und Restaurants entlang der Deutschen Fachwerkstraße
Wohnmobilstellplätze entlang der Deutschen Fachwerkstraße
Veranstaltungskalender – Downloadmöglichkeit über Internet- Auftritt
Bildband „Deutsche Fachwerkstraße“
Roadbook für Motorradreisende „Deutsche Fachwerkstraße“
Regionalstreckenkarten der 6 Regionalstrecken der Deutschen Fachwerkstraße (werden durch die jeweiligen Regionalstrecken erarbeitet und finanziert)
Internet/Soziale Netzwerke 2013 = 98.300 Besuche auf der Homepage www.deutsche-fachwerkstrasse.de
FachwerkApp – derzeit im Aufbau –
Messen / Ausstellungen CMT - Stuttgart
Verkaufsförderungs- Dresdner Reisemarkt
Aktionen Techno Classica Essen –
Caravan Salon Düsseldorf
Denkmal Leipzig
Pressearbeit Zusammenarbeit mit den Deutschen Journalistendiensten 2013 erreichte Abdruckergebnisse
Clippings Auflage
Zeitungen 40 452.596
Zeitschriften 6 210.358
Anzeigenblätter 80 4.066.435
Gästeführerseminare diverse Themenblöcke 2013 bspw.: Holz und Verzimmerung
Fachwerk, Schmuck und Symbolik
Fachwerk im Spiegel der Baustile und Kunstgeschichte
Wie vertrete ich als Gästeführer meine Fachwerkstadt
Wie vermarkte ich als Gästeführer meine Fachwerkstadt
Möglichkeit für die Gästeführer zur Erlangung eines“ Fachwerk-
Diploms“
Vertretung der Stadt Celle in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und den Arbeitsgruppen
Die Stadt Celle ist in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und den Arbeitsgruppen vertreten durch:
Oberbürgermeister Mende Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte
Denkmalpflege Hr. Knipscheer Mitglied in der Arbeitsgruppe Bautechnik
Denkmalpfleger Hr. Knipscheer Mitglied in der Arbeitsgruppe Bildung und Recht
FD 80 Vorsitz des Marketingausschusses der Deutschen Fachwerkstraße
Regionalstreckensprecher der Regionalstrecke Nord „Von der Elbe zum Harz – Die Schönsten im Norden“
Derzeit in der Umsetzung / Radwegeprojekt Regionalstrecke Nord
Entwicklung und Koordination „Von der Elbe zum Harz – Die Schönsten im Norden“
durch FD 80:
Ergänzungen
Arbeitsgruppe Bautechnik
Erarbeitet, aktualisiert und gibt technische Informationen, Handlungs- und Arbeitsanleitungen zur Pflege, Bauunterhaltung und Sanierung von Fachwerkbauten heraus.
Arbeitsgruppe Bildung und Recht
Erarbeitet und aktualisiert Handlungsanleitungen – z.B. zur Solartechnik und zu Photovoltaikanlagen, sowie zum Brandschutz.
Insbesondere bemüht sich die Arbeitsgruppe darum, aktuelle Rechtsprobleme für die Arbeitsgemeinschaft wie auch für die einzelnen Mitglieder zu klären.
Weiterhin gehört die Initiative „Fachwerk macht Schule“ zum Aufgabenspektrum der Arbeitsgruppe.
Fachwerktriennale
Konzeptansatz
Die in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V. zusammengeschlossenen Städte sehen sich massiv mit den Folgen des demographischen Wandels konfrontiert. Wohnungsleerstand, Einbußen im Handel, Bevölkerungsverluste und nachlassendes privates Engagement geben Anlass zur Sorge. Die historische gewachsenen kleinteiligen Stadt- und Gebäudestrukturen sowie Eigentumsverhältnisse, Denkmalschutz und technische / energetische Anforderungen schränken die Flexibilität bei Stadtumbau stark ein. Maßnahmen der Stadtsanierung zur Aufwertung der öffentlichen Räume reichen zur Steigerung der Attraktivität nicht mehr aus. Integrative architektonische, städtebauliche, wirtschaftliche und soziale Ansätze zur Stadtentwicklung sind deshalb zum Erhalt und zur wirtschaftlichen Revitalisierung von Fachwerkstädten von zentraler Bedeutung.
Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V. präsentiert deshalb im Turnus von jeweils 3 Jahren die Fachwerktriennale mit Strategien, Konzepten und Projekten zum Umbau von Fachwerkstädten.
