Mitteilungsvorlage - MV/0276/14
Grunddaten
- Betreff:
-
Mitteilungen der Verwaltung
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- 41 Kultur
- Zuständigkeit:
- (Dr. Susanne Schmitt)
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Geplant
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Kulturausschuss
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Vorberatung
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23.10.2014
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Bereit
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Sachverhalt:
a.) Reformationsjubiläum 2017
Unter dem Titel „Unter einem Himmel“ plant das Bomann-Museum für das Jahr 2017 ein großes Ausstellungsprojekt, das in Kooperation mit der Stadtkirche durchgeführt werden soll.
An drei Ausstellungsorten, Bomann-Museum, Residenzmuseum und Stadtkirche, sollen unterschiedliche Aspekte des Themas beleuchtet werden.
Im Bomann Museum ist eine eher retrospektiv angelegte Präsentation geplant. Ausgehend von der Gegenwart sollen Relikte vor allem des täglichen Lebens in verschiedenen Lebensbereichen identifiziert werden, die sich noch heute auf die Reformation zurückführen lassen. Die Kernfrage lautet: Was bedeutet die Reformation für uns heute?
Im Residenzmuseum wird es eine Ausstellung in der Gotischen Halle geben. Zentral wird die Vorführung einer 3D-Präsentation der Schlosskapelle sein, um deren reformatorischen Inhalte herausarbeiten zu können. Außerdem wird sich hier die herrschaftliche Sphäre der Reformation wiederfinden: der Einfluss der Celler Fürsten Ernst (der Bekenner), Franz (von Gifhorn) Otto (von Harburg) auf die Reformation im Fürstentum und darüber hinaus. Auch der erhebliche Einfluss des Fürstentums auf die internationale Entwicklung findet hier seinen Niederschlag.
In der Stadtkirche werden wesentliche Vorgänge der städtischen, kirchlichen Entwicklung dargestellt. Die wesentlichen historischen Entwicklungen in der Frühzeit werfen ein aufschlussreiches Bild auf die historische Entwicklung und zeigen, wie früh Celle in das reformatorische Geschehen eingebettet war und wie eng die Kontakte zu den reformatorischen Zentren Mitteldeutschlands und auch zu Luther persönlich waren. Auch die Veränderungen des Gemeindelebens werden vorgestellt.
Insgesamt wird sich an den drei Ausstellungsorten zusammen ein vielfältiges Bild der Reformation ergeben und den Besucherinnen und Besuchern Erkenntnisse über die erstaunliche Bedeutung Celles in dieser Zeit vermitteln.
b.) FrauenOrte
Celle ist in dem Netzwerk „FrauenORTE Niedersachsen“ seit Jahren mit Eléonore d’Olbreuse vertreten, und jährlich wird am 12. April der „Eléonoretag“ begangen. Künftig ist vorgesehen, das Thema im Hinblick auf Inhalt, Kooperationspartner und Terminierung zu erweitern. Eine größere Planungsgruppe mit Akteuren aus unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen wird Person und Wirken der Celler Herzogin künftig über das Jahr verteilt zum Ausgangspunkt von Veranstaltungen machen, deren Inhalte historische Aspekte ebenso wie religiöse Fragen oder solche der Migration, Gleichberechtigung, kultureller Einflüsse etc zum Gegenstand haben. Am Dienstag, dem 18. November 2014, 17.30 Uhr, findet ein erstes offenes Treffen dazu in KUNST & BÜHNE statt. Für 2015 ist zunächst eine Ausstellung über die FrauenORTE in Niedersachsen vorgesehen (12.4.-8.5.2015 im Neuen Rathaus), ferner ein Vortrag der Kuratoriumsvorsitzenden FrauenORTE Ursula Thümler, ein Gang durch die Abteilung „Migration“ im Bomann-Museum und ein Vortrag über die Bedeutung Eléonores in Ihrer Zeit und darüber hinaus. Weitere Aktivitäten sind in Planung.
c.) Stadtbibliothek erhält Qualitätssiegel
Die Stadtbibliothek ist zum zweiten Mal als "Bibliothek mit Qualität und Siegel" aus-gezeichnet worden und erfüllt auch weiterhin die verlangten Qualitätsanforderungen. Das gesamte Team der Stadtbibliothek hat dieses Siegel für wirklich ausgezeichnete Arbeit verdient.
Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat gemeinsam mit der Büchereizentrale in Lüneburg einen Kriterienkatalog entwickelt, der einen verbindlichen Orientierungsrahmen für die Überprüfung qualitätsgesicherter Bibliotheksleistungen liefert. In sechs Kategorien werden anhand von 49 Einzelkriterien Leistungen sowohl für Nutzer als auch interne Arbeitsabläufe geprüft.
Die Teilnahme am Zertifizierungsverfahren ist freiwillig. Die Stadtbibliothek Celle ist niedersachsenweit die erste Bibliothek ihrer Größenordnung, die sich einer Rezertifizierung stellt. Hervorgehoben wurde in der Abschlussbewertung, dass die Stadtbibliothek ganz besondere Anstrengungen im Bereich Veranstaltungen und Bibliothekseinführungen unternimmt. Die über das geforderte Maß vorhandene Bereitstellung von Internetplätzen für Leser, die Bibliothek als Lernort für Einzelne und Schulklassen und die hohe fachliche Qualifikation des Teams auch durch Fortbildungen wurden ausdrücklich positiv hervorgehoben.
Die erste Auszeichnung der Stadtbibliothek erfolgte 2010, die aktuelle Zertifizierung ist erneut für drei Jahre, jetzt bis 2017 gültig.
Lese-Experten
Mit 407 Teilnehmenden und 209 "Experten" ist der 5. Durchgang der Lese-Experten wieder auf Rekord-Niveau. Die Abschlussveranstaltung mit offizieller Urkundenübergabe durch die Erste Stadträtin Frau Dr. Schmitt, mitreißenden Tanzeinlagen der Tanzschule Lloyd´s und viel Popcorn hat besonders den Schülerinnen und Schülern viel Spaß gemacht.
BibFit- der Bibliotheksführerschein für Kindergartenkinder
Im dritten Jahr haben an diesem Leseförderungsprojekt 109 Kinder aus vier Kinder-tagesstätten regelmäßig teilgenommen. Die Kinder besuchen an vier aufeinanderfolgenden Terminen die Bibliothek und erfahren spielerisch den Umgang mit Büchern und mit ihrer Stadtbibliothek. 85 Kinder haben im Anschluss einen Leseausweis der Stadtbibliothek erhalten und konnten gleich für die Sommerferien entleihen!
d.) Schlossfest 2014 „Royal Pleasures“ Königliche Vergnügungen am
6./7.9.2014.
Das diesjährige Schlossfest wurde zum fünften Mal vom Bomann-Museum mit seiner Abteilung Residenzmuseum veranstaltet. Ein großer Glücksfall war die erstmalige Zusammenarbeit mit dem Schlosstheater. Dadurch konnte das Programmangebot sowohl qualitativ als auch quantitativ erheblich erweitert und das Schloss als eine Einheit präsentiert werden. Zudem konnte mit der Firma Rathe Baumschulen ein herausragender Partner gewonnen werden, der mit der gärtnerischen Gestaltung des Vorplatzes einen ästhetischen Glanzpunkt als Entree setzte und damit hervorragend die gesamte Linie des Festes unterstrich.
Die verschiedenen Angebote, z.B. der Museumspädagogik im und um das Kinderzelt, die historischen Spiele für Erwachsene und Kinder, Musik, Lesungen, Theater, Publikumsspiele und die vielen verschiedenen Aktionen wie auch das Angebot der Verkaufsstände wurden sehr gut angenommen.
Insgesamt wurde das Schlossfest von 9.000 - darunter ca. 1.100 zahlenden Personen in den Räumen des Residenzmuseums - besucht.
Sowohl von den Gästen als auch von den Ausführenden wurde die besondere Atmosphäre des diesjährigen Schlossfestes gerühmt.
e.) Veröffentlichung „Die Baracke der Dichter“
Unter diesem Titel fand am 28.9. im Schloss die Vorstellung der deutschen Erstausgabe des gleichnamigen Buches statt. Initiiert und herausgegeben von Oskar Ansull und gefördert von der RWLE Möller – Stiftung, handelt es sich um das Gefangenentagebuch von Carlo Emilio Gadda sowie die Prosaporträts »Baracca 15c« von Bonaventura Tecchi. Sie waren gemeinsam mit dem Dramatiker Ugo Betti im 1. Weltkrieg in dem berüchtigten Celle-Lager Scheuen interniert. Die Publikation dokumentiert eindrücklich und bewegend die Zeit dieser Lagerhaft, die ihre Biografien entscheidend geprägt hat.
Zu diesem in Deutschland noch nicht hinlänglich bekannten Thema existiert auch eine umfangreiche, in Italien erarbeitete Wanderausstellung, deren Präsentation in Celle für das Jahr 2018 angestrebt wird.
f.) TCOM 2015
Der Verwaltungsausschuss beschloss am 24.9.2013 einstimmig, die Tage der Chor- und Orchestermusik 2015 (TCOM) in Celle durchführen zu lassen.
Celle wird dabei im kommenden Jahr zum Treffpunkt für Amateurmusiker und Musikliebhaber aus dem gesamten Bundesgebiet. Dieses bedeutendste Fest der nichtprofessionellen Musiklandschaft vereint vom 13. – 15.3.2015 den Reichtum des vokalen und instrumentalen Musizierens an rund zehn verschiedenen Standorten der Innenstadt.
Höhepunkt der 3-tägigen Veranstaltung ist der Festakt zur Verleihung der vom Bundespräsidenten gestifteten Auszeichnungen für traditionsreiche Ensembles, der Zelter- und der PRO-MUSICA-Plakette. Zum Konzept der TCOM 2015 gehören ein Eröffnungskonzert, ein ökumenischer Festgottesdienst, die „Nacht der Musik“ mit zahlreichen zeitgleichen Konzerten in der Celler Innenstadt sowie ggf. Workshops und eine Klanginstallation im Kunstmuseum. Die exzellente musikalische Qualität des Amateurmusizierens steht ebenso im Mittelpunkt wie die Vielfalt des Musizierens in der Region und ganz Deutschland.
Veranstalter ist der Dachverband der Deutschen Amateurchorverbände, die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (bdo), in Kooperation mit dem Niedersächsischen Chorverband.
Bei der Organisation wird die bdo vom Fachdienst Allgemeine Kulturverwaltung und dem Oberbürgermeisterbüro der Stadt Celle unterstützt.
g.) Eine kleine Hofmusik
Aufgrund der prekären Haushaltslage konnten 2014 nur 3 Konzerte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Eine kleine Hofmusik“ durchgeführt werden. Bedingt durch das günstige Sommerwetter, ein entsprechendes Publikumsinteresse und eine Zuwendung vom Lüneburgischen Landschaftsverband konnte erstmals ein Defizit vermieden werden (siehe unten aufgeführte Aufstellung). Insgesamt wurden die drei Veranstaltungen von 553 zahlenden Zuschauern besucht.

h.) Sachstand 2.Kindermusiktage
Anders als ursprünglich geplant werden die nächsten Kindermusiktage nicht im März 2015 stattfinden können. Nach einem Anschreiben an die Schulen und vielen persönlichen Gesprächen konnten für die Veranstaltung lediglich eine Grundschule und ein Gymnasium gewonnen werden. Als Gründe hierfür wurden die hohe Arbeitsbelastung, die Projektdichte gerade zu Beginn des Jahres 2015 und die Mehrarbeit bei den Gymnasiallehrern angeführt. Als neuer Zeitraum für die Kindermusiktage wird das Frühjahr 2016 eingeplant.
