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ALLRIS - Vorlage

Mitteilungsvorlage - MV/0067/15

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Beratungsfolge

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Sachverhalt:

 

Die Verwaltung beantwortet die von der SPD-Fraktion in ihrem Antrag 05/2015 (irrtümlich als 05/2014 ausgezeichnet) folgendermaßen:

 

  1. Wie hat sich die Anzahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse seit 2009 in Celle, differenziert nach: produzierendes Gewerbe, Handwerk, Handel und Dienstleistungen (einschl. öffentlicher Unternehmen), Hotellerie und Gastronomie, entwickelt?

Landesamt für Statistik Niedersachsen

 

 

 

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort

 

 

 

 

 

 

 

 

Niedersachsen

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort

 

 

Insgesamt

Männlich

Weiblich

Deutsche

Ausländer

Jahr

 

1

2

3

6

7

351006 Celle,Stadt

            2009

30689

15241

15448

29585

1099

            2010

31120

15568

15552

29978

1135

            2011

31723

15895

15828

30559

1151

            2012

33465

16760

16705

32223

1239

            2013

33434

16552

16882

32153

1276

        2014

   35086

noch nicht erfasst

 

 

Quelle: Auswertungen aus der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit.

 

 

  1. Welche Tendenzen der Arbeitsplatzentwicklung erwartet die Verwaltung für einen mittelfristigen Zeitraum?

Die positive Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der letzten Jahre wird sich leider kurzfristig nicht fortsetzen. Die Arbeitsmarktsituation aufgrund der sektoralen Wirtschaftskrise im Celler Energiecluster Erdöl / Erdgas führt dort zu Kurzarbeit und markanten Entlassungswellen. Wie lange diese Entwicklung anhält und wie tiefgreifend die Wirkungen sind, lässt sich nur schwer abschätzen. Zumindest für 2015 kann hier keine Verbesserung am Arbeitsmarkt erwartet werden.

Wenn sich die Branche erholt – dazu ist die Entwicklung des Ölpreises die wesentliche Bestimmungsgröße – und wieder in dem Umfang, wie jetzt Arbeitsplätze verloren gehen, Beschäftigte einstellen werden, wird die Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mittelfristig wieder moderat positiv steigen. Hierzu würden Wirtschaftszweige wie das Handwerk, Dienstleistung, Hotel- und Gastgewerbe beitragen.

 

 

  1. Welche Ergebnisse sind bei der Vermarktung vorhandener Gewerbegebiete und
    -flächen zu bilanzieren, unterschieden nach Wirtschaftszweigen und Beschäftigten?

Gewerbegebiet Altenhagen Nord

 

In 2012 wurden fünf Gewerbegrundstücke mit einer Gesamtfläche von ca. 3,5 ha verkauft. In diesem Jahr entstanden ca. 123 Arbeitsplätze, verteilt auf Betriebe folgender Branchen:

 

  • Gebäudetechnik, ca. 25 MA
  • Autohaus, ca. 15 MA
  • Betrieb für Elektrotechnik und Erneuerbare Energien, ca. 25 MA
  • Kabel- und Rohrleitungsbau, ca. 40 MA
  • Großhandel für Autoersatzteile, ca. 18 MA

 

 

In 2013 wurden vier Gewerbegrundstücke mit einer Gesamtfläche von ca. 1,7 ha verkauft. In diesem Jahr entstanden 49 Arbeitsplätze, verteilt auf Betriebe folgender Branchen:

 

  • Zimmerei & Innenausbau, 13 MA
  • Ingenieurbüro, 15 MA
  • Feuerschutz / Brandschutz, 6 MA
  • Kraftstoffe / Tankstelle, 15 MA

 

In 2014 wurde ein Gewerbegrundstück mit einer Gesamtfläche von ca. 3.204 m² verkauft. Das Unternehmen der Elektrotechnik bringt 32 Arbeitsplätze mit.

 

Von ca. 11 ha Gewerbeflächen in Altenhagen Nord sind ca. 50 % verkauft und ca. 50 % bereits für bestimmte Kaufinteressenten vorgemerkt.

 

 

Gewerbegebiet Wietzenbruch

 

In 2013 wurden sieben Gewerbegrundstücke mit einer Gesamtfläche von ca. 1,3 ha verkauft. Es entstanden 14 Arbeitsplätze, verteilt auf Betriebe folgender Branchen:

 

5 Erweiterungen ortsansässiger Betriebe

 

  • 2 Kfz-Betriebe, 
  • Land- und Forstbetrieb, 2 MA,
  • Tischlerei 
  • Betrieb für Messtechnik, 7 MA

 

2 Neuansiedlungen

 

  • Wasseraufbereitung,  5 MA
  • Kfz-Betrieb

 

In 2014 wurden sechs Gewerbegrundstücke mit einer Gesamtfläche von ca. 2,2 ha verkauft. Es entstanden 32 Arbeitsplätze, verteilt auf Betriebe folgender Branchen:

 

2 Erweiterungen 

 

  • 2x KFZ-Betriebe 

4 Neuansiedlungen/Betriebsverlagerungen

 

  • Trockenbaufirma,  9 MA
  • Baumschulen- und Pflanzenbetrieb, 5 MA
  • Elektroinstallationsbetrieb, 2 MA
  • Spedition Erweiterung, 16 MA

 

  1. Werden aus Sicht der Verwaltung zusätzliche Gewerbegebiete für ansiedlungswillige Unternehmen benötigt?

Gewerbeflächen im Gebiet Altenhagen Nord sind in absehbarer Zeit komplett vermarktet. Unternehmen, die dort keine Flächen mehr bekommen, werden aber nicht aus der Not heraus eine Fläche in Wietzenbruch kaufen. Das Gebiet Wietzenbruch hat eine deutliche Verbesserung der Nachfragesituation erfahren, wird aber nicht allein geeignet sein, den Flächenbedarf der Wirtschaft zu decken. Für die Wirtschaftsförderung kommt daher der Entwicklung und Vermarktung des künftigen Gewerbegebiets im Süden Celles aufgrund seiner herausragenden Verkehrslage zwischen den B3 alt und B3 neu und damit vor allem der Anbindung Richtung Hannover eine besondere strategische Rolle zu. Erste Vormerkungen liegen der Verwaltung bereits vor.

 

 

  1. Ein Dauerthema ist die Einzelhandelssituation in der Innenstadt. Wie hat sich die Anzahl der Leerstände von Gewerbeflächen entwickelt? Können Tendenzen für die absehbare Zukunft prognostiziert werden?

In der Summe zeigt sich ein über die letzten beiden Jahre recht stabiles Bild mit durchschnittlich xx Leerständen, wobei die Problembereiche vor allem in 1c- und Randlagen anzutreffen sind, vor allem in der Schuhstraße, Bergstraße und der Mauernstraße. Vorwiegend sind Läden mit recht kleiner Verkaufsfläche betroffen, für die adäquate Nachnutzungen schwierig zu finden sind. Die Situation in der Kanzleistraße und der angrenzenden Passage hat sich hingegen gebessert. Einzelne Leerstände am Großen Plan, also in 1b-Lage, sind hoffentlich vorübergehend.

 

Die Ursachen für Leerstände sind vielschichtig. Viele andere Städte vergleichbarer Größe sind in ähnlicher Weise betroffen. Der zunehmende Online-Handel, der aktuell etwa 10 % des Handelsumsatzes bindet, wird langfristig einen prognostizierten Wert von etwa 25 % erreichen. Dies wird auch Auswirkungen auf die Leerstandssituation haben. Leerstände werden vor allem in Objekten steigen, deren Verkaufsflächen nicht zeitgemäß sind, der bauliche Zustand verbesserungswürdig ist und in denen die von den Eigentümern geforderten Ladenmieten nicht zu erwirtschaften sind.

 

 

  1. Wie hat sich die Zahl der Aus- und Einpendler für Celle entwickelt? Sind Informationen verfügbar, in welchen Branchen Einpendler aus Celle beschäftigt werden?

Die unten stehende Zusammenstellung der Statistik zeigt Ein- und Auspendler der Stadt Celle der letzten fünf Jahre.

 

Die Auswertung der Einpendler nach Branchen ist möglich. Die Daten müssten kostenpflichtig bei der Bundesagentur für Arbeit erworben werden. Darauf hat die Verwaltung verzichtet. Wegen der Datenschutzbestimmungen müssten Einzelwerte anonymisiert werden und es dürfen keine Rückschlüsse auf konkrete Betriebe möglich sein.

 

 

 

Zusammenstellung - Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte - Stadtgebiet Celle

 

 

Quelle:Bundesagentur für Arbeit

Jährliche Statistikdaten:

- Arbeitsmarkt in Zahlen - Beschäftigungsstatistik

- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Wohn- und Arbeitsort mit Pendlerdaten

- Deutschland nach Kreisen und Gemeinden

 

 

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Wohn- und Arbeitsort mit Pendlerdaten

Deutschland nach Kreisen und Gemeinden

 

Schl.
Nr.

Gemeinde/Landkreis

Regierungsbezirk

Land

Wohnort

Arbeitsort

Einpendler

Auspendler

1

2

3

4

 

03351006Celle, Stadt

 

Stichtag30. Juni 201423.398 35.086 19.819 8.151

30. Juni 201322.394 33.434 19.064 8.024

30. Juni 201222.259 33.465 19.092 7.886

30. Juni 201121.689 31.723 17.609 7.575

30. Juni 201021.100 31.120 17.383 7.363

 

Wohnort Gem.- Gemeinde/Landkreis

 

  1. Welche Erkenntnisse hat die Verwaltung für die Stadt Celle über die Ausbildungssituation in einzelnen Wirtschaftsbereichen? Wo gibt es einen deutlichen Rückgang oder Mangel an Nachwuchskräften?

Seit 2011 hat sich trotz steigender freier Ausbildungsplätze die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse kontinuierlich verringert. Grund dieser Diskrepanz ist in den meisten Fällen die fehlende Ausbildungsreife der jugendlichen Bewerberinnen und Bewerber. Bedingt durch Nichtbesetzung von Ausbildungsplätzen gibt es mittlerweile in den Wirtschaftsbereichen

 

  • Handel
  • Metall (gewerblich-technisch)
  • Hotel / Gastronomie
  • -Baugewerbe
  • Fleischer
  • Bäcker

einen Mangel an Nachwuchskräften.

 

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Anlagen

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