Mitteilungsvorlage - MV/0161/17
Grunddaten
- Betreff:
-
Mitteilungen der Verwaltung
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- Dezernat III
- Zuständigkeit:
- (Susanne McDowell)
- Ziele:
- Schärfung des kulturellen Profils
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Geplant
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Kulturausschuss
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Vorberatung
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07.06.2017
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a) Differenzierte Besucherzahlen nach Bomann-Museum und Residenzmuseum 2014 bis 2016
In der Sitzung der vertraulichen Vorbesprechung des Ausschusses für Finanzen, Personal- und Verwaltungsmodernisierung am 14.02.2017 wurde um eine differenzierte Auflistung der Besucherzahlen von Bomann- und Residenzmuseum gebeten. Diese wird hiermit vorgelegt.
JAHR | Bomann-Museum | Residenzmuseum |
2014 | 41.842 | 61.186 |
2015 | 43.182 | 38.229 |
2016 | 25.428 | 40.553 |
Die oben aufgeführten Zahlen benötigen einige wenige Erläuterungen:
Im Jahr 2014 sind zu den Besuchern des Bomann-Museums noch etwa 45.000 Besucher hinzuzuaddieren, da die Sonderausstellung „300 Jahre Personalunion“ eine Veranstaltung des Bomann -Museums war.
Im gleichen Jahr blieb das Residenzmuseum ca. 9 Monate geschlossen, da in dieser Zeit in seinen Räumlichkeiten die Sonderausstellung „300 Jahre Personalunion“, eine Ausstellung des Bomann-Museums, gezeigt wurde. Somit wären etwa 45.000 Besucher abzuziehen.
b) 2. Celler Kindermusiktage 2017 (15. bis 18.03.2017)
Die von den drei Grundschulen und drei Gymnasien erarbeiteten Bühnenkonzepte, die dann gemeinsam mit dem berühmten Vogler Quartett gemeinsam musikalisch gestaltet wurden, begeisterten sowohl Publikum wie Presse gleichermaßen. Auch das innovative Streichorchesterprojekt „Junge Streicher Celler“, dass von dem HTMH-Studenten Maximilian Kloth geleitet wurde überzeugte und dürfte insbesondere für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ein einmaliges Erlebnis gewesen sein. Wie auch schon 2013 zeigten sich die Schülerinnen und Schüler, die aktiv an dem Projekt teilgenommen hatten, begeistert. Da die Teilnehmerzahl im Vergleich zu 2013 von 100 auf mehr als 250 Schülerinnen und Schüler gesteigert werden konnte, soll die Veranstaltungsreihe 2019 – wieder unter Einbeziehung des Vogler Quartetts – fortgesetzt werden.
In der Matinee am 18.03.2017 in der Aula der Kreismusikschule folgte dann eine faszinierende Musikvermittlung durch das Vogler Quartett. Die vier Streicher begeisterten die etwa 30 Kinder und Erwachsenen gleichermaßen mit einer beeindruckenden Demonstration der Streichinstrumente.
Am gleichen Abend besuchten rd. 200 Personen das Meisterkonzert des Vogler Quartetts, unter ihnen auch ein Großteil der Mitwirkenden der vorausgegangenen Schülerkonzerte. Dabei demonstrierte das Vogler Quartett sein hohes Können und bestätigte sein internationales Renomee als eines der weltweit führenden Streichquartette eindrucksvoll.
Als Sponsoren konnten der Lüneburgische Landschaftsverband, QuArt@Kindermusiktage e.V. und die SVO gewonnen werden.
c) Wettbewerbe „Jugend musiziert“
37 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 – 16 Jahren nahmen an den 21 Wertungsspielen des 54. Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ im Beckmann-Saal in den Kategorien Klavier Solo, Streicher-Ensemble und Bläser-Ensemble teilt. 11 Teilnehmer/innen aus dem Celler Land schafften die Weiterleitung zum Landeswettbewerb in Wolfenbüttel. Dort gaben alle jungen Musikerinnen und Musiker durchweg eine gute musikalische Visitenkarte ab und erreichten in der Regel 2. Preise.
Die Nienhagener Cellistin Jennifer Aßmus und die Hornistin Svea Höhlein, ebenfalls aus Nienhagen, erreichten einen 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb, der über Pfingsten in Paderborn stattfindet.
d) Zeichen setzen – 500 Jahre Reformation in Celle
Unter dem Titel „Zeichen setzen – 500 Jahre Reformation in Celle“ konnten am 14.05.2017 in der Celler Stadtkirche die vier Teilausstellungen des Projektes im Rahmen eines Festgottesdienstes und eines anschließenden Festaktes feierlich eröffnet werden.
In Gegenwart zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter des Öffentlichen Lebens wurde dieses regional und national bedeutende Ausstellungsvorhaben und die zugrunde liegende Kooperation von Stadtkirche und Bomann-Museum entsprechend gewürdigt. Das mit einem finanziellen Volumen von knapp 600.000 Euro bisher größte Sonderausstellungsprojekt des Bomann-Museums konnte nur durch eine intensive und nachhaltige Akquise von Finanzmittel abgesichert werden. Hierbei kam dem Museum zugute, dass erstmals auch eine Förderung durch das Bundeskulturministerium erwirkt werden konnte. Auch die langjährige Erfahrungen des Museums in der Umsetzung größerer durch Drittmittel geförderter Projekte ließ viele Förderinstitutionen zum dem Entschluss kommen, nicht unerhebliche Fördermittel zur Realisierung zur Verfügung zu stellen.
Unter den Einzeltiteln
- „von den Anfängen …“,
- „… und jetzt?“,
- „evangelisch heute“ und
- „zwischen Macht und Frömmigkeit“
können die Ausstellungen noch bis Mitte November im Bomann-Museum, in der Stadtkirche und in der Gotischen Halle des Celler Schlosses besichtigt werden.
e)Geschichte der Landschaft
Zur Steigerung der Attraktivität des Residenzmuseums und Abrundung des Profils arbeitet das Residenzmuseum im Celler Schloss bereits seit einigen Jahren an der Umsetzung eines Ausstellungskonzeptes, mit dem die Ausstellung des landesgeschichtlichen Abteilung des Schlosses erneuert werden soll. Hierfür ist der etwa 350 qm große Raum im obersten Geschoss des Ostflügels vorgesehen, in dem eine Ausstellung zur Geschichte der Landschaft und somit zur Verfassungsgeschichte des Fürstentums Lüneburg installiert werden soll. Es soll gezeigt werden, wie die Herrschaft der Fürsten sich auf das Land erstreckte und mit welchen Gegebenheiten sich auseinanderzusetzen hatten und wer an ihrer Herrschaft mittelbar und unmittelbar beteiligt war.
Erste Vorverhandlungen zur Frage der Finanzierung dieser Pläne haben einen durchaus positiven Verlauf genommen, so dass eine Realisierung des Vorhabens näher zu rücken scheint. Sollten alle Verhandlungen zum Erfolg führen, so ist mit einer Fertigstellung in der zweiten Jahreshälfte 2020 zu rechnen.
f) Weihnachtsausstellung des Bomann-Museums
„WeltSpielZeug Von Ideen, Erfindern, Müll und Kunst“
Sonderausstellung vom 9.12.2017 bis 15.4.2018 im Bomann-Museum Celle
Dreh- und Angelpunkt der diesjährigen Sonderausstellung des Bomann-Museums zum Jahresende ist der Müll. Die Ausstellung geht der Frage nach, was passiert mit und was entsteht aus unserem Müll? Wie passen Müll und Kreativität zusammen? Dabei nähert sich die Ausstellung aus unterschiedlichen Blickwinkeln dem Thema.
Zum einen wird eine Sammlung von Objekten, die aus Abfällen gestaltet wurden, gezeigt. Die Objekte entstammen der Wanderausstellung der Hilfsorganisation PLAN und erzählen die Geschichte ihrer jungen Erfinder. Das aus Abfällen hergestellte Spielzeug aus 30 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas zeugt nicht nur von der Armut der Familien, sondern auch vom Einfallsreichtum und der Geschicklichkeit der jungen Hersteller. Gleichzeitig verweist die Ausstellung auf ein wichtiges Ziel der Hilfsorganisation: die Durchsetzung der Kinderrechte weltweit.
Zum anderen wurden auch in Deutschland in Not- und Krisenzeiten aus Abfallmaterialien und Kriegsschrott neue Dinge hergestellt bzw. Dinge umgenutzt.
Der steigende Import von Waren aus den Industrienationen sorgt für Verpackungsmüll auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern und macht die Entstehung der Spielzeuge erst möglich. Gleichzeitig erzeugt Europa immer mehr Müll und verschifft ihn in diese Länder. Wie gehen diese mit ihrem und unserem Müll um? Wie gehen wir mit Müll um? Welche Gefahren verbinden sich mit Mülldeponien? Wie war es in früheren Jahrhunderten?
Die Thematik der Ausstellung wendet sich an alle Altersgruppen, von drei bis 99, und insbesondere auch an Familien. So wird es in der Ausstellung die Möglichkeit geben, allein und in der Gruppe oder Familie nach zur Verfügung gestellten Anleitungen aktiv selbst mit Abfall kreativ zu werden. Hier können eigener Einfallsreichtum getestet und aus vielfältigem Zivilisationsmüll eigene Kreationen gebaut werden. Aus Müll wird Kunst – im Großen und im Kleinen.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der regionalen PLAN-Aktionsgruppe und dem Celler Abfallverband und bezieht so das Wissen der Celler Bürgerschaft mit ein. Dank der Mitarbeit des Celler Abfallverbands werden Dinge ans Tageslicht geholt, die sonst im Verborgenen bleiben, aber für ein funktionierendes Gemeinwesen von großer Bedeutung sind.
g) Albert-König-Ausstellung
Vom beratenden Mitglied Frau Bantelmann wurde angefragt, ob Werke des Künstlers Albert König in Celle ausgestellt werden können. Das Bomann-Museum wäre grundsätzlich nicht abgeneigt bei passender Gelegenheit eine Albert-König-Ausstellung in Celle zu zeigen. Da der Schwerpunkt aber beim Unterlüßer Albert-König-Museum liege, müsste von dort eine entsprechende Anregung kommen.
