Mitteilungsvorlage - MV/0285/17
Grunddaten
- Betreff:
-
Klimaschutzfonds - Fördervorgänge Stand 2017
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- 64 Umweltschutz
- Zuständigkeit:
- Ulrich Kinder
- Ziele:
- Erfüllung der Aufgaben als Oberzentrum
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Geplant
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Ausschuss für Umwelt, Verkehr und technische Dienste
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Kenntnisnahme
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17.10.2017
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Kenntnisnahme
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Sachverhalt:
Der Klimaschutzfonds Celle ist ein wesentliches Instrument des vom Rat im Jahre 2012 beschlossenen Klimaschutzkonzepts der Stadt Celle und wird seit 2011 zur finanziellen Förderung privater und öffentlicher Maßnahmen mit Klimaschutz-Relevanz genutzt.
Mit Beschluss vom 16.06.2016 (Vorlage BV/0164/16-1) traten die geänderte Förderrichtlinien Klimaschutzfonds zum 01.01.2017 in Kraft.
Der Fachausschuss wurde in einer Vielzahl von Sitzungen zur Konzeptionierung des Klimaschutzfonds und zur Entwicklung der Inanspruchnahme von Fördermitteln unterrichtet, Zuletzt wurde am 16.08.2017 mit der Beschlussvorlage BV/0220/17 die zum damaligen Zeitpunkt vorliegenden Anträge auf Zuwendung für das Förderjahr 2017 beschlossen.
Nachfolgend werden einzelne Aspekte für die derzeitige Förderperiode 2017 des Klimaschutzfonds Celle erläutert:
a) Antragszahlen
Zum Stand 14. September 2017 sind 75 Anträge eingegangen, die fast alle positiv für die Bewilligung vorgesehen sind bzw. bewilligt werden können bzw. teilweise schon bewilligt worden sind.
Im Vergleich zum Fördergeschehen der Jahre 2011 bis 2016 mit 576 Vorgängen sind in diesem Jahr derzeit noch etwas weniger Anträge als im Durchschnitt eingegangen.
Weitere Vorgänge, die noch in diesem Jahr eingehen, werden grundsätzlich als Anträge für die Förderperiode 2018 entgegen genommen, können jedoch im Falle von Projekten mit hoher Dringlichkeit und besonderer zeitlicher Bindung gemäß Punkt 6.8 der Förderrichtlinien behandelt werden.
b) Finanzielle Auswertung der geplanten Förderungen
Mit der Summe von insgesamt für 2017 rund 207.500 Euro für die Bewilligung vorgesehenen Fördermitteln ist der Klimaschutzfonds weiterhin gut nachgefragt. Für die im Antragszeitraum gestellten Förderanträge reicht das verfügbare Budget des Klimaschutzfonds immer noch aus.
Diesen Fördermitteln stehen geplante bzw. z.T. schon realisierte Investitionen von rund 2,7 Mio. Euro gegenüber. Dieses zeigt auch die sehr positive, wirtschaftsfördernde Bedeutung des Klimaschutzfonds; insbesondere weil vor allem regionale Firmen wie Handwerker, lokale Baumärkte und Bohrfirmen profitieren.
Unter Berücksichtigung der vorgeschlagenen Bezuschussung und der aktuell aus Zuwendungen der CUN bereitgestellten Finanzmittel verbleiben im Klimaschutzfonds Celle verfügbare Mittel in Höhe von rund 50.000 €. Somit konnte auf eine Priorisierung der Anträge verzichtet werden.
c) Analyse der geplanten Förderungen
Die größte Zahl der Förderobjekte ergab sich wieder im Förderbereich der Energieeffizienz von Gebäuden. Dabei zeigt sich auch, dass aus Kostengründen überwiegend Teilsanierungen durch Dachdämmung, Fassadendämmung oder Austausch von Fenstern vorgenommen wurden. Die "Vollsanierungen" der Gebäudehülle sind deutlich seltener vertreten.
Im Förderbereich regenerativer Energiegewinnung liegt die Photovoltaik mit 11 Projekten an der Spitze. Die Nutzung regenerativer Energien, allen voran der Photovoltaik, heben sich hinsichtlich der Fördermittel-Effizienz weiterhin positiv gegenüber den übrigen Maßnahmenbereichen ab.
Erfreulich ist, dass zunehmend die Nutzung von Erdwärme (9 Projekte) erfolgt. Die Solarthermie war nur mit einem Fall im Fördergeschehen vertreten, während drei Anträge sich auf innovative Heizungssysteme bezogen. Hier wirkt sich der Sonderfall eines großen Holzpellet-BHKWs natürlich entschieden auf die jährlich eingesparten kWh aus fossilen Brennstoffen und vor allem die CO2-Minderung aus. Hier zeigt sich, dass natürlich auch BHKWs, die regenerative Energieträger einsetzen, eine hohe Fördermittel-Effizienz und ein großes CO2-Einsparpotential aufweisen.
Bewertung der CO2-Effizienz des Fördermitteleinsatzes
Insgesamt können prognostisch durch die zur Bezuschussung der vorgeschlagenen Maßnahmen jährlich rund 1.700.000 kWh (fossil erzeugte) eingespart werden, was einer jährlich vermiedenen Menge von rund 400 t CO2 entsprechen würde.
