Beschlussvorlage - BV/0231/18
Grunddaten
- Betreff:
-
Erziehungslotsen/Wellcome
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 51 Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
- Zuständigkeit:
- Susanne McDowell
- Ziele:
- Hilfe in schwierigen Lebenssituationen bereitstellen
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Kenntnisnahme
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04.09.2018
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Beschlussvorschlag:
Der Jugendhilfeausschuss beschließt vorbehaltlich der Genehmigung der Haushaltssatzung die weitere finanzielle Förderung der Projekte „Erziehungslotsen“ und „Wellcome" bei der Familienbildungsstätte Celle bis zu einem Drittel der nachzuweisenden Personal- und Sachkosten. Antragstellung und Abrechnung erfolgt zukünftig durch den Landkreis.
Sachverhalt:
Seit dem 01.11.07 bietet die Familienbildungsstätte des Ev.-luth. Kirchenkreises Celle im Rahmen der Projekte „Wellcome“ und „Erziehungslotsen“ Unterstützung für Familien an. Mit diesem Programm fördert das Nds. Sozialministerium Maßnahmen zur Verbesserung des Kinderbetreuungsangebotes für unter Dreijährige, insbesondere im Bereich der Kindertagespflege.
Die Projekte sind wie folgt konzipiert:
Wellcome-Büro
Das Wellcome-Büro vermittelt ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, die Familien nach der Geburt eines Kindes oder von Mehrlingen mit praktischen Hilfen unterstützen. Nur wenige Familien können heute auf ein soziales Netz mit Nachbarschaftshilfe, Familie oder Freunden zurückgreifen. Wellcome beugt in dieser familiären Übergangssituation Krisen vor und die unterstützt die positive emotionale Bindung zum Neugeborenen.
Aufgaben der Wellcome- und Erziehungslotsen-Koordinatorin:
- Akquise und Betreuung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Vermittlung von Ehrenamtlichen an Familien
- Fortbildung und Supervision der Ehrenamtlichen
- Beratung der Familien über alternative und weiterführende Hilfen
- Netzwerkaufbau und –pflege
Erziehungslotsen:
Die Ev. Familien-Bildungsstätte bildet Erziehungslotsen seit 2008 jährlich in einer 40stündigen Qualifizierung Ehrenamtliche aus und vermittelt sie in Familien.
Ehrenamtliche arbeiten für eine Familie mit Unterstützungsbedarf bis zu drei Stunden wöchentlich. Sie leisten praktische Hilfe, fördern die anvertrauten Kinder und helfen bei Schulproblemen, geben praktische Tipps und unterstützen, helfen im Umgang mit Behörden und vermitteln Hilfen und haben ein offenes Ohr für die Eltern und Kinder.
Ehrenamtliche werden vorbereitet und geschult für ihren Einsatz in den Familien (u. a. Fortbildungen und Informationen zu den Themen Kommunikation und Beratung, Säuglingspflege, Vernetzung). Sie verfügen über praktische Fähigkeiten und Erfahrungen mit Säuglingen und Kleinkindern, sind zuverlässig, belastbar, tolerant und verschwiegen. Sie sind versichert über die ev.luth. Landeskirche Hannovers und erhalten eine Erstattung der Fahrtkosten.
Netzwerk:
Wellcome und Erziehungslotsen sind ein klassisches Nachbarschaftsprojekt mit Kooperationspartnern wie Entbindungsklinik, Hebammen, Mütterberatung, Stillberatung, Kinderärzten, Gynäkologen, Runder Tisch Prävention, soziale Dienste, Beratungsstellen aller Art, Alleinerziehenden- Treffpunkt, Freiwilligen- Organisationen, Kirchengemeinden
Zielgruppe:
Wellcome und Erziehungslotsen helfen Familien, die
- sich subjektiv hilfebedürftig fühlen (z. B. Erschöpfung nach schwieriger Geburt),
- unter besonderen Belastungen leiden (z. B. Mehrlinge, Frühgeborene, Schreibabys),
- keine medizinische Indikation haben, die bezahlbare Hilfe ermöglichen würde,
- auf ein familiäres Netzwerk nicht zugreifen können.
Art und Dauer der Unterstützung:
Der Einsatz dauert bei wellcome zwei bis fünf Monate pro Säugling in der Familie. Erziehungslotsen-Einsätze sind meist länger (ein bis zwei Jahre). Die Mitarbeiterin kommt 1-2 x pro Woche für 2-3 Stunden in die Familie. Die Erziehungslotsenunterstützung ist eine sehr individuelle Hilfe, die in Abstimmung mit der Koordinatorin zwischen Ehrenamtlichem und Familie abgesprochen wird.
Mit der Familienbildungsstätte ist vereinbart, dass an professionelle Hilfesysteme verwiesen wird, sobald ein Hilfebedarf erkennbar wird, der die Möglichkeiten von Wellcome übersteigt
Kosten für wellcome Familien:
- einmalige Vermittlungsgebühr i. H. v. 10,00 €
- 0,50 € bis 5,00 € pro Stunde
- Ermäßigungen sind unbürokratisch möglich
Finanzierung des Projektes:
Die Förderung erfolgt im Rahmen des Landesprogramms „Familien mit Zukunft“. Das Förderprogramm „Familien mit Zukunft“ sieht vor, dass in der Regel eine Gegenfinanzierung durch die Kommune in gleicher Höhe wie die Landesförderung erfolgt. Der Finanzierungsanteil der Stadt reduziert sich um die vom Ev.-luth. Kirchenkreis als Projektträger erbrachten Eigenmittel. Von den jährlichen Gesamtkosten von 45.900 € finanziert die Stadt 1/3 (15.300 €).
Eine erneute Beschlussfassung mit dem Projekt durch den Ausschuss erscheint vor dem Hintergrund des Übergangs der Jugendhilfe zum Landkreis notwendig, da die Mittelbeantragung an die Jugendhilfeträgerschaft geknüpft ist. Der Landkreis ist ab 01.01.2019 antragsberechtigt und hat signalisiert, Anträge zu stellen, wenn die Kosten weiterhin von der Stadt Celle getragen werden.
Unter Berücksichtigung der Kriterien der derzeitigen Aufgabenteilung zwischen Stadt und Landkreis sind Wellcome und Erziehungslotsen eher im Bereich des § 16 SGB VIII (Förderung der Erziehung in der Familie) zu verorten und damit städtische Aufgabe.
Finanzielle Auswirkungen:
(Darstellung der zu erwartenden haushaltswirtschaftlichen Auswirkungen in Euro)
Beschluss führt zu über-/außerplanmäßigen Aufwendungen/Auszahlungen
(ankreuzen, falls zutreffend)
Ergebnishaushalt
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Dezernat | Produkt (Produktnummer und Bezeichnung) | ||
3651004318190 | |||
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Erträge (Spenden, Verwaltungsgebühren, Zuweisungen, Entgelte) | Euro | Aufwendungen (z. B. Sach- und Dienstleistungen, Personalaufwendungen) | Euro |
Zuschuss | 15300 | ||
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Saldo Ergebnis: (Formel: Aufwendungen abzgl. Erträge; negativ = Belastung des Haushalts) |
- 15300 | ||
Investiver Finanzhaushalt
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Dezernat | Produkt (Produktnummer und Bezeichnung) | ||
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Einzahlungen (Zuweisungen, Beiträge) | Euro | Auszahlungen (z. B. Baumaßnahmen, Grundstücksankauf, Planungskosten für investive Maßnahmen, Anschaffung von Vermögensgegenständen) | Euro |
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Saldo Investitionstätigkeit: (Formel: Auszahlungen abzgl. Einzahlungen; negativ = Belastung des Haushalts) |
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Zusätzliche Angaben bei Investitionsmaßnahmen
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Projektverantwortlicher (Dezernent): |
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Höhe der geplanten Auszahlungen: |
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Geplante Projektdauer: |
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Voraussichtliche Fertigstellung des Projekts: |
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Zukünftige Auswirkungen auf den Ergebnishaushalt (Folgekosten): |
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Anmerkungen:
(Einzelheiten zu der Berechnung der Sach- und Dienstleistungen (bauliche Unterhaltung auf der Grundlage der KGST-Vorgaben von 1,2 % der Baukosten), Berechnung der Abschreibungen, Auswirkungen auf den Stellenplan, Zinsberechnung mit dem kalkulatorischen Zinssatz (Info bei FD 20), Auszahlungen in den kommenden Jahren (z. B. bei Folgemaßnahmen oder langfristigen Baumaßnahmen), Beschreibung der Förderkulisse (von wem, welcher Zuweisungsprozentsatz, Aufteilung förderfähig – nicht förderfähig)
