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ALLRIS - Vorlage

Mitteilungsvorlage - AN/0383/17-1

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt:

Der Forderung nach Reduzierung der Depotbestände der Museen kann nach ersten Prüfungen entsprechend der angeführten Auflistung entsprochen werden, wobei an darauf hingewiesen werden muss, dass die Sammlungen in den Depots unterschiedlichen Eigentümern gehören:

 

  • Stadt Celle,
  • Museumsverein,
  • Gesellschaft zur Unterhaltung des Bomann-Museums,
  • Eberhard-Schlotter-Stiftung,
  • Kunststiftung Celle,
  • Robert-Simon-Kunststiftung,
  • Tansey-Stiftung,
  • Haesler-Stiftung,
  • Garnisonmuseum Celle und
  • Deutsches Stickmustermuseum.
  •  

Somit kann sich ein städtischer Beschluss nur auf die sich in städtischem Besitz befindlichen Gegenstände beziehen.

 

 

 

Folgende Bestände wurden in einem ersten Schritt identifiziert:

Sammlung Taake:

Trachtensammlung in städtischem Eigentum. Diese Sammlung ist bis auf die regional und lokal bedeutsamen Teile verzichtbar. Sie umfasst insgesamt etwa 1.000 Teile.  Ein Verkauf kann versucht werden, ist aber wohl, wie schon erste Bemühungen in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts zeigten, wenig erfolgversprechend. Wahrscheinlich kann, wenn überhaupt, nur eine kostenlose Abgabe erreicht werden. Die Sammlung wurde 1983 für 350.000 DM angeschafft.

Städtische Gemäldesammlung:

Hier können sicher einige Bestände entsammelt werden, insbesondere ehemalige Berliner Bestände. Auch darüber hinaus sind Bestände zu identifizieren, die entsammelt werden können. Hier bedarf es jedoch der Prüfung und fachlicher Beratung in jedem Einzelfall sowie Verhandlungen mit potentiellen Abnehmern.

Ofenplattensammlung

Teile der städtischen Ofenplattensammlung können entsammelt werden, ohne einen qualitativen Verlust zu erleiden. Insgesamt besteht die Ofenplattensammlung aus etwa 700 Stücken. Hier dürfte eine Reduzierung zu verkraften sein. Auch hier muss die Enzelfallprüfung entscheiden.

Da ein Sammlermarkt für Ofenplatten derzeit weder öffentlich (andere Museen) noch privat existiert, dürfen hier keine nennenswerten finanziellen Erträge erwartet werden.

Chinesische Sammlung

Kurz vor dem 2. Weltkrieg kaufte die Stadt Celle im Antiquitätenhandel und aus dem Privatschatz der Hohenzollern in großem Umfang Einrichtungsgegenstände für das Celler Schloss. Unter anderem wurde eine Sammlung chinesischen Porzellans angeschafft. Diese Sammlung umfasst etwa 110 Stücke.

Auslagerung der ur- und frühgeschichtlichen Bestände

Aus historischen Gründen wurden im Lauf der Jahrzehnte nahezu alle vor- und frühgeschichtlichen Grabungsbefunde aus Stadt und Landkreis Celle im Depot des Bomann-Museums eingelagert. Diese hätten eigentlich im Depot des Landesmuseums in Hannover eingelagert werden müssen, das zentral für die Einlagerung der im Rahmen staatlicher Grabungen hervorgebrachten Funde zuständig ist.

Ein erstes Gespräch mit dem zuständigen Mitarbeiter des Landesmuseums hat eine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme dieser Bestände (ca. 70 Regalmeter) ergeben.

Insgesamt lässt sich durch die Veräußerung städtischer Bestände keine wesentliche Entspannung der Depotsituation erzielen.

Um diese zu erreichen, müssen Verhandlungen mit den anderen Nutzern der städtischen Depots erfolgen:

 

  • Stadt Celle,
  • Museumsverein,
  • Gesellschaft zur Unterhaltung des Bomann-Museums,
  • Eberhard-Schlotter-Stiftung,
  • Kunststiftung Celle,
  • Robert-Simon-Kunststiftung,
  • Tansey-Stiftung,
  • Haesler-Stiftung,
  • Garnisonmuseum Celle (städtisches Eigentum) und
  • Deutsches Stickmustermuseum (städtisches Eigentum).

 

Mit dem Museumsverein wurden erste Gespräche geführt. Mit der Gesellschaft zur Unterhaltung des Bomann-Museums ist ein erster Gesprächstermin vereinbart.

Auch mit der Landesregierung wurden erste Gespräche geführt. Aus dem MWK wurde angeregt, eine Kommission zu gründen, die unter Mitwirkung des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen die Celler Aktivitäten begleitet.

Vor einer Veräußerung bzw. Abgabe städtischen Besitzes wird diese dem Verwaltungsausschuss zur Entscheidung vorgelegt.

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