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ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - BV/0249/18

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Beratungsfolge

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Nachrichtlich an folgende(n) Ortsrat/Ortsräte gem. § 3 Abs. 5 Hauptsatzung:

 

 

Beschlussvorschlag:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, das beschriebene Maßnahmenkonzept im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel umzusetzen. Die o.g. Anträge sind damit inhaltlich behandelt und formal erledigt.

 

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Sachverhalt:

 

Mit den o. g. Anträgen wird die Verwaltung aufgefordert, ein Handlungskonzept zur Optimierung der Fahrradinfrastruktur zu entwickeln bzw. den Wünschen der Fahrradfahrer verstärkt nachgeht, um im Fahrradklima-Städteindex einen besseren Platz zu erreichen. Hierzu stellt sich der Sachstand zurzeit wie folgt dar:

 

1.Ausgangssituation

 

Schon 1980 hat sich die Stadt Celle als einer der ersten Städte Deutschlands dem Thema Fahrradverkehr angenommen und seitdem kontinuierlich an der Verbesserung und Stärkung gearbeitet. Die Implementierung des Fahrradbeauftragten 2007 in der Stadtverwaltung, die Gründung der "AG FahrRad" mit dem ADFC, der Polizei und der Fachverwaltung sowie der Mitgründung der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen e. V. (AGFK) waren weitere Meilensteine zur Verbesserung des Fahrradverkehrs. Zwischenzeitlich wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. U. a. wurden die meisten Einbahnstraßen in Gegenrichtung für den Radverkehr freigegeben und somit die Durchlässigkeit verbessert. Weiterhin wurden zur Verbesserung der Durchlässigkeit viele Umlaufsperren um- bzw. zurückgebaut bzw. es wurden Fahrradstraßen eingerichtet, Lückenschlüsse vollzogen und zusätzliche Abstellanlagen errichtet. Durch die Verlegung der Radwege an die Fahrbahnen bei den Knotenpunkten wurde die Sichtbarkeit und somit auch die Sicherheit der Radfahrer verbessert, darüber hinaus wurden zahlreiche Anforderungstaster an Lichtsignalanlagen außer Betrieb genommen.  Gleichwohl hat der ADFC-Klimatest 2016 gezeigt, dass es weiteren Handlungsbedarf gibt wenngleich die Ergebnisse insbesondere aufgrund der geringen Teilnehmerzahl (213) nicht repräsentativ sind. Hervorzuheben ist hierbei auch, dass nicht die Fragen mit den schlechtesten Bewertungen zu den Punkten gehören, welche die Teilnehmer als wichtig empfanden. Besonders wichtig waren für die Teilnehmer bei dieser Befragung die Breite und Oberfläche der Radwege, die Abstimmung der Ampelschaltungen und die Reinigung und der Winterdienst für die Radwege.

 

2.Grundlagen

 

Im Zuge einer integrierten Gesamtverkehrsplanung wird der Bericht zur Radverkehrsplanung in Celle regelmäßig aktualisiert. Zuletzt geschah dies 2015. Hier wurden unter anderem Mängel analysiert und Maßnahmen vorgeschlagen, um u. a. folgende Ziele zu erreichen:

 

  • Erhöhung der Sicherheit für Radfahrer
  • Verbesserung der Leichtigkeit des Radverkehrs
  • Erhöhung der Anzahl moderner Abstellanlagen
  • Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit

 

3.Maßnahmen

 

Aus den Zielfeldern können entsprechende Maßnahmen entwickelt werden.

 

3.1.Erhöhung der Sicherheit für Radfahrer

 

Ein besonderes Augenmerk ist auf die Verkehrssicherheit zu legen. Nur durch sichere Verkehrsanlagen kann die Radverkehrsförderung vorangetrieben werden. Hierzu gehört insbesondere die Beseitigung von Unfallschwerpunkten (z.B. Neumarkt, Wilhelm-Heinichen-Ring). Zusammen mit der Polizei und der Verkehrsbehörde werden diese begutachtet und analysiert und entsprechende Maßnahmen abgestimmt. Gerade die Verbesserung der Radverkehrsführung an Knotenpunkten erhöht die Verkehrssicherheit, da die Radfahrer u.a. besser gesehen werden (z.B. Wederweg, Lindenallee, Mittelstraße, Bernstorffstraße).

Außerdem ist die Sicherung der Schulwege und des Schulumfeldes hervorzuheben. Auch hier ist die Sicherung zu überprüfen. Ein weiterer Bereich ist die Verbesserung der Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit. Insbesondere durch die Anlage von Schutzstreifen kann die Sichtbarkeit der Radfahrer erheblich verbessert werden (z.B. Alter Bremer Weg, Wittingerstraße). Aber auch die Errichtung von Querungshilfen unterstützen den Radverkehr sicher die Fahrbahn zu kreuzen (z.B. Witzlebenstraße, Wittinger Straße).

 

3.2.Verbesserung der Leichtigkeit des Radverkehrs

 

Ein wichtiges Element der Verbesserung der Leichtigkeit des Radverkehrs ist die Aufhebung von Barrieren in den Anlagen und im Netz. Die gegenläufige Freigabe von Einbahnstraßen z. B. bringt erhebliche Vorteile und ist fortzuführen. Hierzu gehört auch der weitere Um- bzw. Rückbau von Umlaufsperren, wovon bereits 24 Stück in der Vergangenheit angepasst wurden.  Ein weiterer Bestandteil ist die Schaffung von besonderen Routenverbindungen zwischen den Stadtteilen untereinander und zwischen den Stadtteilen und der Altstadt. Hinzu kommt die weitere Schließung von Netzlücken (z.B. Wietzenbruch/Heese Süd) wie beispielsweise zw. Westercelle und Altencelle geschehen. Um dem Radverkehr weiteren Raum zu bieten, ist die Ausweisung weiterer Fahrradstraßen (z.B. Fritzenwiese, Theo-Wilkens-Straße) vorteilhaft. Insbesondere in Parallellagen zu den Hauptverkehrsstraßen führt dies zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit und Nutzerfreundlichkeit.

 

 

 

 

3.3.Erhöhung der Anzahl moderner Abstellanlagen

 

Schon in der Vergangenheit konnte insbesondere in der Altstadt der Umfang der Abstellanlagen erheblich verbessert und modernisiert werden. Dies gilt nun weiter zu führen und auf die Stadtteilzentren auszudehnen. Auch müssen die Schulen mit einbezogen werden. Ein besonderer Handlungsbedarf besteht hierzu am Bahnhof. Aufgrund des erheblichen Parkdrucks sind die vorhandenen Anlagen überlastet. Hier ist vorgesehen, Doppelstockanlagen zu ergänzen und hierfür entsprechende Fördermittel zu beantragen.

 

3.4. Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit

 

Um die Vorteile des Radfahrens den Bürgern näher zu bringen, ist eine intensive Öffentlichkeitsarbeit unumgänglich. Hierzu gehört u. a. der Ausbau des fest verankerten Fahrradaktionstages zum Aktionstag "Celle mobil - Klima schützen", welcher erstmals im September 2018 stattfindet. Außerdem ist für 2019 die Durchführung eines "Polit-Talks Radverkehr" in Kooperation mit der AGFK vorgesehen. Es ist auch hilfreich, wenn den Fahrradfahrenden aufgezeigt wird, wo überall Radverkehrsverbindungen existieren. Hierzu ist die Erstellung eines digitalen Radverkehrsstadtplans ein adäquates Mittel. Eine weitere Maßnahme ist die Einrichtung von Serviceeinrichtungen wie Luftpumpstationen, gesicherte Abstellmöglichkeiten für E-Bikes oder ein Gepäckservice.

 

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Finanzielle Auswirkungen:

 

Keine

 

 

 

 

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Anlagen

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