Mitteilungsvorlage - AN/0211/20-1
Grunddaten
- Betreff:
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Antrag der FDP-Fraktion "Darstellung der Zukunftsstrategie "Digitalisierung der Verwaltung" durch Vertreter des Zweckverbands Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO)"
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- 05 Verwaltungsentwicklung
- Zuständigkeit:
- Dr. Jörg Nigge
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Erledigt
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Ausschuss für Finanzen, Personal und Verwaltungsmodernisierung
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Kenntnisnahme
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18.11.2020
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Kenntnisnahme
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Sachverhalt:
Vor dem Hintergrund des stetigen Fortschritts der Digitalisierung in der Gesellschaft müssen öffentliche Verwaltung als auch Schulen mit der digitalen Entwicklung Schritt halten.
Ziel dabei ist es, Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen zu ermöglichen, ihre Anliegen an die Verwaltung von überall und jederzeit virtuell über das Internet zu erledigen. Aber auch innerhalb der Verwaltung sind medienbruchfreie Verwaltungsprozesse anzustreben. Eine Handlungsgrundlage bietet dabei auch das im letzten Jahr in Kraft getretene Niedersächsische Gesetz über digitale Verwaltung und Informationssicherheit (NDIG), das den „Gang“ zur Behörde für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen einfacher gestalten soll. Im Bereich Schulen sollten zukünftig verstärkt digitale Medien den Unterricht sinnvoll ergänzen, die zugleich der Vermittlung digitaler Kompetenzen dienen können.
Nicht zuletzt hat auch die Corona-Krise gezeigt, wie wichtig es ist, die Digitalisierung der Verwaltung und der Schulen voranzutreiben.
Dieser Herausforderung ist sich die Stadtverwaltung bewusst und ist stets aktiv, um sich diesbezüglich zukunftssicher aufzustellen. Die Kommunale Datenzentrale Oldenburg (KDO) unterstützt die Stadtverwaltung bei der Einführung digitaler Lösungen, entwickelt jedoch keine IT-Strategie für die Stadt Celle. Der KDO ist die Betriebsverantwortung übertragen worden, die in erster Linie der Betriebserhaltung des laufenden Betriebs der IT dient.
Hinsichtlich des Themas der „Digitalisierung der Stadtverwaltung“ wurden in der Vergangenheit bereits digitale Projekte umgesetzt wie beispielsweise die online-Bestellung und -Bezahlung von Personenstandsurkunden oder die online-Buchung von Kinderbetreuungsangeboten, der Belegung von Sporthallen oder von Terminen im Bürgerbüro.
In der Corona-Krise wurde aus der Notwendigkeit heraus die Möglichkeit von Videokonferenzen geschaffen. Diese flexible Durchführung ortsunabhängiger Meetings hat sich bewährt und wird zukünftig fortgesetzt werden.
Aktuell hat sich die Verwaltung folgende Schwerpunkte gesetzt:
Die online-Terminvergabe soll auf weitere Bereiche der Stadtverwaltung ausgeweitet werden, um diesen Service zu verbessern. Die Terminvergabe wird dabei an bestehende Fachverfahren angebunden werden, um auch innerhalb der Verwaltung effizient Termine zu verwalten.
Seit kurzem ist die Stadt Celle in der Lage, elektronische Rechnungen zu empfangen. Nun gilt es, die unterschiedlichen Verwaltungsbereiche in den Prozess mit einzubinden. Im Zentrum steht dabei die Organisation eines e-Rechnungsworkflows. Die Verwaltungsbereiche werden sukzessive in den Workflow integriert mit dem Ziel einer verwaltungsweiten Nutzung des Workflows.
Ein weiteres Thema, das die Verwaltung zukunftsweisend beschäftigen wird, ist die Umwandlung der papiergebundenen zur elektronischen Verwaltung. Auch wenn es zur diesbezüglichen e-Akte noch keine konkreten Planungen gibt, wird hier zu gegebener Zeit eine stadtweite Einführung angestrebt, um Einzelentwicklungen und damit „Insellösungen“ zu vermeiden.
Weitere digitale Lösungen werden schrittweise folgen. Durch die ständige kritische Betrachtung von Verwaltungsdienstleistungen und Prozessen werden akute Handlungsbedarfe identifiziert und entsprechend digitale „Bausteine“ erarbeitet, die schrittweise umgesetzt werden. Die Digitalisierung der Verwaltung ist ein stetiger Prozess, der durch Implementierung vielfältiger Komponenten vorangetrieben wird.
Im Bereich der Celler Grundschulen arbeiten die Stadt Celle als Schulträger gemeinsam mit den Schulen an einem Projekt zur Digitalisierung der Celler Grundschulen.
Die Stadt Celle strebt dabei insbesondere folgende Ziele an:
Modernisierung der IT-Ausstattung aller Grundschulen, allumfassend vom Internetanschluss über Präsentationsmedien bis hin zu Endgeräten,
Professionalisierung von Betreuung und Betrieb der IT,
Standardisierung der IT,
Primat der Pädagogik bei der Umsetzung des Konzepts.
Am 09.09.2020 hat ein Workshop mit Schulen und Schulträger stattgefunden, in dem weitere Schritte abgestimmt wurden.
Anschließend werden alle Schulen individuelle, den Anforderungen des Digitalpaktes genügende Medienbildungskonzepte erstellen, um eine nachhaltige Digitalisierung zu realisieren. Parallel dazu erfolgt eine aktuelle technische Bestandsaufnahme in allen Schulen durch den Schulträger. Ergebnis des Prozesses ist ein gemeinsamer Medienentwicklungsplan für alle Schulen, der als Umsetzungsrichtlinie für das Digitalisierungsprojekt dient. Ab dem Jahr 2021 ist die sukzessive Umsetzung vorgesehen.
Im Investitionsprogramm des Haushalts 2020 sind derzeit 2,6 Millionen € und knapp 1 Million € Zuwendungen aus dem Digitalpakt für den Zeitraum bis 2024 veranschlagt. Eine detaillierte Kosten- und Finanzierungsplanung erfolgt im Rahmen des Projektes. Entsprechende Finanzmittel sind dann noch abzustimmen und ggf. von der Politik bereitzustellen.
Die Anfrage ist damit beantwortet und formal erledigt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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80,4 kB
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