Mitteilungsvorlage - AN/0246/20-1
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der Fraktion DIE UNABHÄNGIGEN "Anfrage zur aktuellen wirtschaftlichen Situation und zu den Zwängen der Gewerbetreibenden in Celle"
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- 80 Wirtschaftsförderung
- Beteiligt:
- 16 Presse und Öffentlichkeitsarbeit
- Zuständigkeit:
- Dr. Jörg Nigge
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
04.11.2020
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Verwaltungsausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
Sachverhalt:
Laut Medieninformationen lässt sich bundesweit branchenübergreifend ein Rückgang in den Umsatzzahlen der Unternehmen in den vergangenen Monaten konstatieren. Das konkrete Ausmaß ist auf Grund der Inkonsistenz der Angaben nicht sicher einzuschätzen. Hier werden erwartungsgemäß zum Ende dieses Jahres valide Zahlen vorliegen.
Besonders hart getroffen sind hier bekanntermaßen die Bereiche Tourismus/Touristik, Veranstaltungen, Clubs/Bars, Gastronomie/Hotellerie und die Erdöl- und Gasindustrie. Insbesondere im letztgenannten Bereich hat ein erheblicher Abbau von Stellen bis hin zur Schließung von Standorten und einzelnen Unternehmensbereichen stattgefunden.
Laut geführter persönlicher Gespräche mit den Gewerbetreibenden in Celle, darf es keinen zweiten Shutdown geben. Der erste habe Spuren hinterlassen, jedoch sei die Existenz nicht gefährdet, anders als bei Gewerbetreibenden anderenorts. Insbesondere profitieren die Gewerbetreibenden der Celler Innenstadt von dem in den letzten drei Jahren gesetzten Fokus der Verwaltung auf die Aufwertung der Wohn- und Aufenthaltsqualität in der Altstadt.
Diese Aussagen bestätigen auch auf Nachfrage die örtlichen Kreditinstitute: Die Bewertungsergebnisse sind positiv und der Liquiditätsbedarf gering.
Diese Entwicklung wird zurück geführt auf die Solidarität der Cellerinnen und Celler. Sie haben verstanden, dass für eine lebendige Innenstadt auch vor Ort eingekauft werden muss. Allen voran die Gastronomen haben diese Solidarität während des Shutdowns durch die vielen Außerhausbestellungen gespürt. Vereinzelt sind die Umsätze der Händler gestiegen. Des Weiteren fallen die Unterstützung der Verwaltung mit dem Portal "#kaufregional", der Aussetzung der Sondernutzungsgebühren und Ausweitung der Nutzungsflächen ins Gewicht. Auch die anhaltende Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt Celle mit dem Werbeschwerpunkt Hannover trägt Früchte. Immer mehr Hannoveraner Bürgerinnen und Bürger suchen die Altstadt zum Einkaufen und Verweilen auf. An verkaufsoffenen Sonntagen sind es bis zu 75% der Umsätze, die von Nicht-Cellern getätigt werden.
Zu Beginn der Corona-Krise gab es einen erhöhten Informationsbedarf seitens der Betriebe. In den vergangenen Wochen und Monaten erreichten das Innenstadtmanagement/ die Wirtschaftsförderung nunmehr nur vereinzelte Anfragen. Die seit Mitte März durch die Verwaltung geschaltete telefonische Hotline hat alle Fragen rund um die Pandemie und Hilfs-und Fördermöglichkeiten beantwortet. Auch in den sozialen Medien und auf der Homepage der Stadt Celle wurden von Beginn an viele Informationen zur Verfügung gestellt und zur örtlichen Solidarität aufgerufen.
Sehr positiv ist die Gründungsbereitschaft zu bewerten, die aus der Krise hervorgegangen ist. Zeitgleich besteht weiter eine Nachfrage nach Gewerbeflächen im Celler Stadtgebiet. Neben Betriebserweiterungen und Betriebsverlagerungen sind auch Neuansiedlungen in der Planung.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
82,1 kB
|
