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ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - AN/0287/22-1

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag:

 

Die Verwaltung entwickelt und vermarktet kein eigenes Produkt einer kostenfreien Online-Plattform für Gastronomiebetriebe.

 

Sie verweist auf vergleichbare Angebote am Markt.

 

Der Antrag ist inhaltlich behandelt und formal erledigt.

 

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Sachverhalt:

 

Vor dem Hintergrund der Kostenentwicklungen in der derzeitigen Energie- und Wirtschaftskrise ist der Wunsch nach einer kostenfrei nutzbaren Onlineplattform für Gastronomen, die Transparenz über lokale Angebote verbunden mit einer Bestellfunktion schaffen würde, vordergründig nachvollziehbar.

 

Allerdings muss eine kommunale Aufgabe gut begründet sein, warum sie mit Steuermitteln finanziert Produkte und Dienstleistungen aufbauen sollte, die der freie Markt ohnehin und oft auch besser anbietet. Es wäre eine freiwillige Leistung der Kommune. Analogieschlüsse zu vergleichbaren Produkten führen zu einer überschlägigen Abschätzung des jährlichen Ressourcenaufwands in einer Größenordnung von 100.000 – 150.000 € für Programmieraufwand, Administration, Pflege und Vermarktung. Einnahmen werden im Sinne des Antrags nicht gesehen und das Vorhaben bliebe dauerhaft zu bezuschussen. Aus Wettbewerbssicht könnte ein kostenfreies kommunales Angebot als eine Wettbewerbsverzerrung empfunden werden. Wettbewerber könnten ihre rechtliche Möglichkeiten prüfen.

 

Etablierte Lösungen, wie z.B. Google-Suchroutinen (Ladenöffnungszeiten, Rufnummern) oder Bestellmöglichkeiten wie z.B. über Lieferando sind so weit verbreitet und bekannt, dass sich Endkunden in der Regel immer wieder auf diese wenigen Produkte mit großer Reichweite fokussieren, anstatt sich mit neuen Websites oder Apps beschäftigen zu wollen. Das macht den Markteintritt neuer, vergleichbarer Produkte schwer und es bedürfte im lokalen Bezug umfassender inhaltlicher Angebote, also das intensive Mitmachen der Gastronomen, sowie massiver Werbemittel, die nötige Reichweite und Akzeptanz herbeizuführen.

 

Aus diesen Überlegungen heraus strebt die Verwaltung keine eigene kommunale Online-Plattform für Gastronomen an. Sie verweist auf etablierte Produkte am Markt, die jeder Gastronom unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten für seine Belange abwägen möge.

 

 

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Anlagen

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