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ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - BV/0078/08

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag:

 

Wird in der Sitzung formuliert.

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Sachverhalt:

 

Die FDP-Fraktion hat mit dem Antrag 93/2007 um das Aufzeigen von Möglichkeiten gebeten, wie die Bedeutung der Hugenotten für die Bürger und Besucher unserer Stadt stärker herausgestellt werden könnte und in diesem Zusammenhang auf den europäischen Hugenotten-Wanderweg verwiesen.

 

Im Moment findet Hugenotten-Thematik in folgender Form Berücksichtigung:

 

1994 fand zum ersten Mal in Celle der deutsche Hugenottentag statt. In diesem Zusammenhang wurde auch erstmals in Celle die Geschichte der Hugenotten anhand einer Ausstellung im Celler Schloss einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Diese Ausstellung entstand in Zusammenarbeit von Evangelisch-reformierter Gemeinde, Stadtarchiv Celle und Bomann-Museum Celle.

 

Seit dieser Zeit werden von der TRC im Rahmen der Themenführungen auch Führungen Auf den Spuren der Hugenotten  angeboten. Außerdem ist geplant, eine Broschüre über die Westceller Vorstadt zu erarbeiten. Diese Broschüre wird sehr intensiv auf die Hugenotten- Geschichte eingehen müssen, weil dieser heutige Stadtteil von Herzog Georg Wilhelm u.a. geplant wurde, um die Hugenotten in Celle anzusiedeln. Die heutige reformierte Kirche ist der älteste erhaltene Hugenottentempel in Norddeutschland. Ebenso finden sich in der Westceller Vorstadt zahlreiche barocke Gebäude, die noch heute an ihre hugenottischen Erbauer erinnern.

 

Im Residenzmuseum im Celler Schloss wird die Bedeutung der Hugenotten für Celle mehrfach herausgestellt:

 

1.     Eleonore d’Olbreuse: Vorstellung ihrer Person und Bedeutung für die Celler Residenz („Sprechendes Gemälde“ im Treppenhaus, ihre Gemälde in den Staatsgemächern).

2.     Besondere Texte in der oberen Etage der Staatsgemächer weisen auf die Bedeutung der Hugenotten in Celle hin sowie auf die Gründung der Reformierten Gemeinde.

3.     Der Stadterweiterung (insbesondere zur Ansiedlung von hugenottischen Hofbeamten) unter Herzog Georg Wilhelm ist ein eigener Ausstellungsschwerpunkt gewidmet. Der Besucher kann hier über eine Reproduktion des historischen Plans der Stadterweiterung den heutigen Stadtplan Celles schieben und sehen, was von der ursprünglichen Planung erhalten ist. Das von Herzog Georg Wilhelm 1684 ausgesprochene Edikt zur Ansiedlung von Hugenotten in Celle wird ausdrücklich erwähnt und in seiner Bedeutung beschrieben.

4.     Im Ostflügel (Raum 228 – „Von höfischer Pracht und königlichem Exil“) wird die Bedeutung der Reformierten Kirche im Kontext der anderen Kirchen Celles herausgestellt.      

 

Auch in Sonderausstellungen spielt die Hugenotten-Thematik immer wieder eine große Rolle, so z.B. in der Ausstellung „Hugenotten in Celle – Heimat oder Exzil?“, die das Stadtarchiv Celle ab dem Tage der Archive (1.3.) in seinen Räumlichkeiten bis zum 25.4.2008  präsentiert. Auch in der für 2010 geplanten großen Sonderausstellung des Residenzmuseum „Frauen aus dem Welfenhaus. Drei europäische Lebensläufe“ wird mit Eleonore d’Olbreuse das Hugenotten-Thema Berücksichtigung finden.

 

Der von der FDP-Fraktion angesprochene Wandelweg, der „Hugenotten- und Waldenserpfad“, entwickelte sich aus der Partnerschaft einer hessischen mit einer süd-französischen Region und soll von Südfrankreich bis nach Bad Karlshafen reichen. Unter der Leitung eines Planungsbüros aus Marburg hat im Februar diesen Jahres ein touristischer Workshop stattgefunden, der sich mit der touristischen Vermarktung des deutschen Teiles dieses Fernwanderweges beschäftigt. Die gesamte Erarbeitung wird aus europäischen Mitteln, aber auch unter erheblicher finanzieller Beteiligung der betreffenden Landkreise und Kommunen realisiert. Mit der Fertigstellung dieses Fernwanderweges wird für 2012 gerechnet.

 

Es bliebe unter Einbindung touristischer  Kompetenz zu prüfen, ob es Sinn macht, Celle an dieses nach Süddeutschland/Frankreich ausgerichtete Tourismuskonzept anzukoppeln.

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