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ALLRIS - Vorlage

Mitteilungsvorlage - MV/0079/08

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Beratungsfolge

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Sachverhalt:

 

9.1     Zusammenlegung der historischen Celler Bibliotheken im Predigerseminar

Herr Oberbürgermeister Dr. h. c. Biermann berichtet in der Sitzung über den Sachstand.

 

9.2   Archäologische Untersuchung in Altencelle

Für die Ausgrabungen der sogenannten Wüstung Altencelle hat der Rat 60.000 € zur Verfügung gestellt. Zur Deckung dieser Kosten hat das MWK eine Projektförderung in Höhe von 20.000 € aus Mitteln der Landesdenkmalpflege bewilligt.

Das archäologische Untersuchungsprogramm für 2008 besteht aus zwei Teilen:

 

1. archäologische Ausgrabung südwestlich der Gertruden-Kirche im Bereich der 2007 durch

    geomagnetische Untersuchungen festgestellten mittelalterlichen Siedlung.

2. Bohruntersuchungen östlich des Friedhofes, wo ein mittelalterlicher Hafen vermutet wird.

 

Planung und Durchführung der Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Bezirksarchäologen Jan Jost Assendorp des Nds. Landesamtes für Denkmalpflege. Die archäologischen Untersuchungen werden per Werkvertrag wissenschaftlich von Dr. Thomas Günzel (Göttingen) begleitet, der auch Veröffentlichungen und Vorträge übernehmen wird. Die Ausgrabungen werden voraussichtlich drei Monate dauern und zwischen Mai und Mitte Oktober 2008 stattfinden. Dabei soll versucht werden, die Grabung so zu terminieren, dass sie am Tag des Offenen Denkmals (14.9.2008) noch im Gange und präsentabel ist.

 

9.3    Thaer-Haus

Ein beschriebenes Dielenbrett des maroden Gebäudes belegt eine Hausschwammsanierung im vorherigen Jahrhundert. Daher wurde die Gebäudesubstanz im Winter 2007/08 vom Dipl.-Biologen B. Eichhorn (Berlin) untersucht und begutachtet. Vorwiegend Nassfäule, Insekten und Holz zerstörende Pilze sowie in einem begrenzten Bereich auch Hausschwamm haben „erhebliche Schäden an der Fachwerkkonstruktion (….) und Geschossdecken“ herbeigeführt. Anfang 2008 wurden das Dach abgedeckt und Reparaturen an der Dachkonstruktion durchgeführt. Die Fundamente, Grundleitungen und Betonsohle wurden hergestellt, so dass die OG- und DG-Konstruktion für den Bauzustand abgestützt werden können. Die konstruktiven Arbeiten können aufgrund der Gebäude-Instabilität nur „Zug um Zug“ geschehen. Als nächstes folgt neues Innen-Mauerwerk sowie der Austausch bzw. die Reparatur von Balkenköpfen und Fachwerk.  Danach erfolgen Arbeiten am Dach, der Fassade und Grundinstallationen. Mit einer Fertigstellung ist voraussichtlich Ende April 2009 zu rechnen. Aufgrund des schlechten Zustands und der für die öffentlichen Hand nicht geltenden „wirtschaftlichen Unzumutbarkeit der Erhaltungsaufwendungen“ wurden insgesamt 1.724.500,-- € - über mehrere Haushaltsjahre verteilt – veranschlagt.

 

9.4    Aufstellung einer Plastik auf dem Bahnhofskreisel

Die Kunst-Stiftung Celle wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Celle ab Mittwoch, 23. April 2008 auf dem Bahnhofskreisel eine Plastik von Hartmut Stielow präsentieren. Die Arbeit mit dem Titel „Atreus“ wird dort temporär aufgestellt und steht in Beziehung zu einer Ausstellung mit Arbeiten von Hartmut Stielow, die von Ende Juni bis voraussichtlich September 2008 im Kunstmuseum gezeigt wird.

 

9.5   Neujahrskonzert 2008

Bereits zum dritten Mal konnte das Bläserensemble „Thüringen Harmonie“ für ein Neujahrskonzert im Schloss gewonnen werden. In diesem Jahr musizierte das Ensemble unter dem Titel „1000 Takte Tanzmusik“, überzeugte Publikum und Kritik mit einem Auftritt voller Spielfreude und sorgte für einen „feurigen Jahresauftakt“ (CZ 3. 1. 08).

Das Neujahrskonzert wurde von 240 Gästen (max. Kapazität 250 Plätze) besucht und schloss mit einem geringen Defizit von 620 € ab.

Künftig wird der Fachdienst von der Durchführung eines Konzertes am Neujahrstag absehen und stattdessen das Neujahrskonzert des neu gegründeten Residenzorchesters Celle fördern. Als Termin hierfür wurde bereits der 11. Januar 2009 bekannt gegeben.

 

9.6     Durchführung eines europäischen Filmfestivals

Der Fachdienst Kultur plant für den Zeitraum 6. – 8. 11. 2008 eine kleine Filmreihe unter dem Titel „Europa im Film – Filme aus Europa“ in KUNST & BÜHNE. Gezeigt werden die Produktionen „CARPATIA“ (6. 11.), „Die Mitte“ (7. 11.) sowie „Evil“ ein schwedischer Jugendfilm (8. 11., 16.00 Uhr). Den Abschluss bildet unter dem Titel „Panoptikum“ ein Abend mit Kurzfilmen, Songs und Satiren präsentiert von Achim Amme und Klaus Weller. (8. 11., 20.00 Uhr). Eintritt pro Film 4 €/ Schüler + Studenten 2 €, Abendveranstaltung 8. 11.: 11 €

 

9.7    Ausstellungen 2008 der Celler Museen am Schlossplatz

Die Museumsleitung gibt per Anlage die 2008 geplanten Ausstellungen der drei Museen am Schlossplatz bekannt.

 

9.8   KUNST & BÜHNE

In der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses vom 11.12.2007 wurde seitens der CDU-Fraktion angeregt, den Vertrag mit dem in KUNST & BÜHNE tätigen Gastronomen darauf hin zu überprüfen, ob durch eine stärke finanzielle Beteiligung der Zuschussbedarf der Kleinkunstbühne gesenkt werden kann.

Die gastronomische Betreuung von KUNST & BÜHNE ist seit Gründung der Einrichtung im Jahr 1991 per vertraglicher Vereinbarung an einen Gastronomen vergeben worden. In den ersten Jahren wechselten diese häufig, da sich die Tätigkeit als nicht besonders lukrativ und dafür relativ personalintensiv herausstellte. Eine gastronomische Nutzung erfolgt nur während der Veranstaltungen, die in der Regel von Mitte September bis Mitte Mai sonnabends stattfinden. Während des Ablaufs des Bühnenprogramms ist eine Nutzung der Gastronomie nicht gestattet, so dass sich die Bewirtungszeiten jeweils auf den Zeitraum 19.00 bis 20.00 Uhr sowie ein 20-minütige Pause innerhalb des Bühnenprogramms beschränken. Für die knapp 1 ½ Stunden (mit einer dazwischen liegenden Wartezeit von 60 bis 90 Minuten) müssen aber wegen des herrschenden Andrangs mindestens drei bis vier Personen Bedienungspersonal bereitgehalten werden.

Seit September 1994 liegt die Gastronomie nun in der Verantwortung von Bernd Martin, seinerzeit wohnhaft in Bröckel, nunmehr in Hannover.

Der Vertrag mit Herrn Martin gestaltet sich wie folgt:

Der Gastronom hat das ausschließliche Recht und die Pflicht, persönlich in KUNST & BÜHNE die gastronomische Versorgung für Veranstaltungen der Stadt sowie der Vereine, sofern sie keine Eigenbewirtschaftung wünschen, sicher zu stellen. Dazu gehört insbesondere die Beschaffung von Getränken und kleineren Speisen sowie die Bereitstellung von Gläsern, Geschirr und anderen für die Bewirtschaft notwendigen Gegenständen. Der Gastronom bewirtet die bei Veranstaltungen des Fachdienstes Kultur auftretenden Künstler auf seine Kosten mit Speisen und Getränken nach Wunsch. Er finanziert die nach Maßgabe des Fachdienstes Kultur  erfolgende Verteilung von Werbeplakaten und –Handzetteln, er finanziert Gestaltung und Druck von Getränkekarten und achtet auf die Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Betriebes in KUNST & BÜHNE, wobei er das Auswechseln von (Halogen) Glühlampen auf eigene Kosten selber durchführt.

Die Zusammenarbeit mit dem jetzigen Gastronom gestaltet sich aufgrund seines Engagements sehr zufrieden stellend. Da in KUNST & BÜHNE, wie eingangs geschildert, nur zu kurzen Stoßzeiten eine dann sehr personalaufwendige Bewirtung stattzufinden hat, die Zahl der Zuschauer und damit des erforderlichen Personals kaum kalkulierbar ist und es sich außerdem als sehr schwierig erwiesen hat, einen Gastronomen für diesen Bereich zu finden, hat  die Verwaltung bislang auf die Erhebung einer Pacht verzichtet. Dieser Verzicht wird untermauert durch eine Stellungnahme des Fachdienstes Finanzwirtschaft vom November 2007, der von einer Erhebung der Pacht wie folgt abriet: „Wird seitens der Stadt eine Pacht erhoben, entsteht aus steuerrechtlicher Sicht ein Betrieb gewerblicher Art, der der Umsatzsteuerpflicht unterliegt. Der damit verbundene personelle wie finanzielle Aufwand rechtfertigt keinesfalls eine Pachterhebung.“

Auf den genannten Gründen plädiert die Verwaltung dafür, auch in Zukunft darauf zu verzichten, von dem in KUNST & BÜHNE tätigen Gastronom eine Pacht zu erheben.

 

9.9    45. Regional- und Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2008

Noch nie haben sich so viele Kinder und Jugendliche an einem Celler Regionalwettbewerb beteiligt, wie in diesem Jahr. 70 Teilnehmer/innen bei 44 Wertungsspielen verwandelten am 26. und 27. Januar 2008 den Beckmannsaal in ein Dauerkonzert. Neben der Quantität stimmte  aber auch die Qualität: Sieben Pianistinnen und Pianisten und ein Sänger, ein Streichtrio, ein Blockflötenquartett und ein Bläserquintett schafften die Qualifikation für den Landeswettbewerb in Hannover.

Die Urkunden- und Preisverleihung wurde in diesem Jahr turnusgemäß wieder vom Landkreis Celle durch Herrn 1. Kreisrat Matthias Krüger am 17.2.2008 vorgenommen.

 

9.10          Ausstellungsplanung Gotische Halle 2008/2009

Die Verwaltung informiert die Ausschussmitglieder per Anlage über die 2008/2009 in der Gotischen Halle geplanten Ausstellungen.

 

9.11          Posaunenfest am 4./5. Juli 2008

Am Freitag, 4. Juli 2008 und Samstag, 5. Juli 2008 veranstaltet die Landesposaunenwartin im Bezirk Hildesheim, Frau Silke Lindenschmidt, ein Posaunenfest für die 120 Posaunenchöre ihres Bezirks Celle. Da im Kirchenkreis Celle die aktivste Bläserarbeit auf Kreisebene zu verzeichnen ist, hat sie die Stadt Celle als Veranstaltungsort ausgewählt.

Es werden etwa 400 Posaunenbläser/innen aus den Landkreisen Wittingen, Gifhorn, Wolfsburg, Peine, Hildesheim und Celle erwartet.

Das Programm beginnt am Freitag, dem 4.7.2008 mit einem Wandelkonzert an verschiedenen Orten der Innenstadt. Von 20 – 22 Uhr kommt es dabei nacheinander im Rittersaal, im Kunstmuseum, auf dem Großen Plan, in der obersten Etage der Parkpalette Südwall (!) und voraussichtlich in der St. Ludwig-Kirche zu kürzeren Posaunenkonzerten.

Die Hauptveranstaltung findet dann am Samstag, 5.7.2008, statt. Von 10.30 Uhr bis 11.30 Uhr veranstalten die Celler Kreischöre an verschiedenen Orten der Stadt (Brandplatz, Großer Plan, Am Markt/Zöllnerstraße, im Französischen Garten, im Bereich des Neuen Rathauses und bei Lobetal)  ein Begrüßungsblasen.

Von 12 – 12.45 Uhr gibt es ein Tutti auf der Freilichtbühne beim Schlösschen im Französischen Garten.

Nach dem Mittagessen werden weitere Konzerte und Workshops (u. a. im Rittersaal) angeboten. Von 17 – 18.15 Uhr findet die Festveranstaltung auf der Freilichtbühne des Franz. Gartens statt. Die Predigt soll Bischöfin Margot Käßmann halten. Die Landesposaunenwartin rechnet mit 500 Besuchern der Festveranstaltung.

Begleitend soll es eine Fahnenaktion in Zusammenarbeit mit der Kunstwerkstatt Celle geben, wobei einige Fahnenmasten, die gut eine Woche später für das Schützenfest benötigt werden, benutzt werden können.

Eine eventuelle Anbindung an den 10.American Day am Freitag, 4.7., zwischen 17.00 und 19.00 wird z. Zt. noch geprüft.

 

9.12   Veranstaltungsreihe „20 Jahre Wiedervereinigung“

Zur Planung und Organisation einer Reihe von Gedenkveranstaltungen aus Anlass des 20. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung im November 2009 wurde von Fachdienst 41 eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, in der neben Vertretern des  Bomann-Museums und des Stadtarchivs auch ein Vertreter des Oberlandesgerichts sowie Herr Dietmar Herbst als externer Berater teilnehmen.

Die Planungen sehen zum jetzigen Zeitpunkt Vorträge und Gesprächsrunden mit prominenten Zeitzeugen, Erzählcafés mit Celler Zeitzeugen sowie eine Ausstellung zum Thema in der Gotischen Halle vor. Außerdem wird die Mitwirkung von Celler Schulen angestrebt.

 

9.13          Studie „Kulturelle Leuchttürme in der Metropolregion Hannover-Braunschweig-

           Göttingen“

Der Arbeitskreis Kultur der Metropolregion hat bei der NORD/LB eine Studie in Auftrag gegeben, die die kulturelle Landschaft der Metropolregion erfassen und ihre Zukunftschancen ausloten soll.

Ein Jahr nach Vorlage des ersten Textentwurfs konnte die sehr arbeitsintensive Studie, die in über zehn Sitzungen des Arbeitskreises Kultur immer wieder erörtert werden musste, am 25. März 2008 der Öffentlichkeit überreicht werden.

Für Celle ist besonders das außerordentlich positive Abschneiden in einer bundesweiten Befragung interessant; auch werden die integrierten Handlungsempfehlungen die Grundlage für kulturtouristische Überlegungen darstellen.

 

9.14          Beirat zur Ausstellung „Frauen aus dem Welfenhaus. Drei europäische

            Lebensläufe“

Für eine geplante Sonderausstellung des Residenzmuseums im Jahr 2010 „Frauen aus dem Welfenhaus. Drei europäische Lebensläufe“ wurde – auf Anregung des damals noch amtierenden Landtagspräsidenten Gansäuer - ein Beirat gegründet. Die Mitglieder des Beirats sind angesehene Vertreter aus den Bereichen der Wissenschaft, hochrangige Kulturträger sowie Vertreter unterstützender Stiftungen und Verbände. Ziel ist es, fachliche Kompetenz zu bündeln und das Projekt in breiteren Kreisen der Öffentlichkeit zu verankern.

Die konstituierende Sitzung des Beirates fand am 27. 02.2008 statt.  

 

 

 

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Anlagen

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