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ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - BV/0403/12

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag:

 

Wird in der Sitzung gefasst.

 

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Sachverhalt:

In der Sitzung des Verwaltungsausschusses am 10.7.2012 wurde die Thematik bis zu den Haushaltsberatungen vertagt. Bis dahin solle die Verwaltung eruieren, welche Fördermittel für das Projekt zur Verfügung stünden.

Die Verwaltung hat daraufhin eine erste Abfrage bei den infrage kommenden Förderern durchgeführt. Außerdem hat sie zusammengestellt, welche Investitions- und Projektförderungen es in den letzten Jahren im Kulturbereich gegeben hat. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Förderchancen für eine Dokumentationsstätte ziehen.

a)      Die Verwaltung hat 19 landes- und bundesweit agierende Stiftungen angeschrieben. Dreizehn Stiftungen haben bislang geantwortet (Stand 24.10.2012), davon neun mit einer negativen Rückmeldung, zwei würden eventuell einen Teilaspekt fördern, zwei Stiftungen benötigen zunächst dezidierte Informationen über Trägerschaft, Finanzierungsplan, Zeitrahmen bzw. möchten anhand eines kompletten Antrags entscheiden.

Die Übersicht findet sich als Anlage 1.

b)      Celle hat in den vergangenen Jahren in starkem Maße von regionaler und überregionaler Kulturförderung profitiert, auch und besonders im Verhältnis zum Einsatz eigener Haushaltsmittel. Dies wurde auch seitens der Stiftungen formuliert. Die Verwaltung hat ermittelt, in welcher Höhe Projekte und  Investitionen Celler Kultureinrichtungen von 2006 bis 2012 gefördert wurden, und zwar aufgeteilt in Drittmittel (z.B. von Stiftungen) und Haushaltsmittel der Stadt Celle. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Kulturverwaltung und Kulturträger  in den letzten Jahren deutlich mehr Mittel eingeworben haben als Haushaltsmittel verwendet wurden.

Projektförderung: für Bomann-, Residenz- und Kunstmuseum sowie die hiesigen Kulturvereine  hat die Stadt im Berichtszeitraum 565.700 Euro an Projektförderung ausgegeben. Dem gegenüber stehen eingeworbene Drittmittel in Höhe von 898.902 Euro. Das heißt, jeder städtische Euro wurde mit  1,59 Euro aus Mitteln von Kulturstiftungen u.a. Fördereinrichtungen gegenfinanziert (Anlage 2).

Investitionen: Hier ist der Unterschied zwischen aufgewandten Haushaltsmitteln und eingeworbener Förderung noch deutlicher. Die drei Maßnahmen Umbau und Erweiterung des Kunstmuseums, Einrichtung des Residenzmuseums und Umgestaltung des Bomann-Museums haben ein Kostenvolumen von 6.788.875 Euro. Der städtische Anteil daran beträgt nur 978.000 Euro. Das heißt, jeder städtische Euro hat  5,84 Euro an Drittmitteln eingebracht. Allerdings hat die Stadt seinerzeit auch Gebäudeflächen im Wert von 2.108.975 zur Gegenfinanzierung des Kunstmuseums an die Kunst-Stiftung Celle übereignet (Anlage 3).

Aufgrund dieser überdurchschnittlich hohen Förderung über einige Institutionen inzwischen Zurückhaltung, was neue, umfangreiche Bezuschussungen angeht.

c)       Zum Projekt „Dokumentationsstätte“: wie in der Vorlage BV/0201/12 dargelegt, müssen zunächst Grundlagen in den Bereichen Sammlung/Dokumentation und Forschung geschaffen werden, wofür die Summe von ca. 250.000 Euro verteilt über 1 ½ Jahre erforderlich ist. Dies kann nicht mit einem geringeren finanziellen Aufwand geleistet werden. Auch ist es nicht möglich, einzelne Aspekte (wie z.B. die Zeitzeugenbefragung) aus diesem ersten Maßnahmepaket heraus zu lösen.

Die Verwaltung wird sich weiterhin um Stellungnahmen der angefragten Förderinstitutionen bemühen. Es zeichnet sich jedoch deutlich ab, dass die Förderbereitschaft bei diesem neuen Vorhaben eher gering ausgeprägt ist.  Zu bedenken ist außerdem, dass damit nicht der gesamte Finanzbedarf gedeckt wäre, sondern dass vielmehr zu einem späteren Zeitpunkt wiederum darüber nachzudenken ist, wie die eigentliche Dokumentationsstätte zu finanzieren sein wird. Nach Ansicht der Verwaltung kann dieses Vorhaben nicht ohne namhaften Einsatz städtischer Mittel umgesetzt werden.

 

 

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Anlagen

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