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»Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen« - Lesung in der Synagoge

Quelle: Presesstelle

CELLE. „Die Abschottung der Welt: Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen 1933-1945“, so lautet der Titel der kommenden Lesung in der Celler Synagoge, Im Kreise 24. Am Montag, 2. November, wird dazu um 19 Uhr Dr. Susanne Heim, Privatdozentin für Politik- und Sozialwissenschaft an der Freien Universität Berlin, erwartet. Der Eintritt ist frei! Veranstalter ist das Stadtarchiv.

In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab.
Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian im Juli 1938 berieten Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben.
Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen.

Susanne Heim ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin. Sie war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition »Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945,« Gastprofessorin an der Universität Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.