»Tribute to Coco Schumann« - Alexander Kranich Kollektiv in der Synagoge
CELLE. Mit einem „Tribute to Coco Schumann“ wartet das Alexander Kranich Kollektiv am Sonntag, 30. August, um 17 Uhr in der Synagoge, Im Kreise 24, auf. Der Eintrittspreis beträgt 10 Euro, für Schüler und Studenten ermäßigt 8 Euro. Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich. Veranstalter ist das Stadtarchiv Celle.
„Ich bin ein Musiker, der im KZ war. Kein KZ-Insasse, der Musik macht“, hat Coco Schumann (1924 - 2018) stets betont. Während des Nationalsozialismus galt Jazz als „entartete Musik“, er spielte ihn trotzdem. Im März 1943 wurde Coco Schumann denunziert und in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Er trat dort der neu gegründeten Jazzband „Ghetto-Swingers“ bei. Die Musik schützte Coco zunächst vor der Deportation in ein Vernichtungslager. 1944 kam er jedoch nach Auschwitz und machte auch dort weiter Musik. Er überlebte die Höllen des Konzentrationslagers und wurde nach dem Krieg der erste deutsche E-Gitarrist, machte mit Helmut Zacharias die ersten deutschen „Modern Jazz“-Aufnahmen und musizierte im Heinz-Erhardt-Film „Witwer mit fünf Töchtern“. Alexander Kranich erzählt die Geschichte dieses Ausnahme-Gitarristen und wird bei dem Konzert die originale Gitarre Schumanns aus den 1940er Jahren spielen.
Das Alexander Kranich Kollektiv besteht aus Alexander Kranich (Gitarre), Dirk Engelhardt (Saxophon) und Max Jalal (Kontrabass).