Medizin im 17. Jahrhundert - Kulturhistorischer Rundgang am 23. August
CELLE. Im Rahmen des städtischen Veranstaltungsprogrammes „Zeit für Grün“ findet am Sonntag, 23. August, von 18 bis 19 Uhr ein kulturhistorischer Gang durch den Heilpflanzengarten, Wittinger Straße 76, statt. Geleitet wird er von Cosima Bellersen Quirini, Kulturhistorikerin und Autorin.
Die Medizin im 17. und frühen 18. Jahrhundert und damit zu Lebzeiten der Celler Prinzessin Sophie Dorothea, deren 300. Todestag in das Jahr 2026 fällt, war eine Zeit des Übergangs. Die traditionellen Behandlungsmethoden der Ärzte wie etwa die Säftelehre wurden zunehmend in Frage gestellt und erste wissenschaftliche Entdeckungen boten Grundlagen für eine neue, moderne Medizin. Daneben aber deckte die Volksheilkunde den größten Teil der Behandlungen ab, die so teils obskur wie gruselig waren. Aber es gab auch das Wissen um heilende Pflanzen und ihre Wirkweise.
Alledem wird bei einer Führung im Heilpflanzengarten buchstäblich nachgegangen. Während des Spaziergangs erfährt der Teilnehmerkreis, wie Sophia Dorothea wohl bei Magenschmerzen behandelt wurde, welche Pflanzen bei Frauenleiden oder Halsentzündungen helfen oder wozu die Menschen bei Schmerzen oder Schlafstörungen noch heute greifen.
Die Teilnahmegebühr beträgt 12 Euro. Anmeldung unter www.celle-heilpflanzengarten.de, per E-Mail an heilpflanzengarten@celle.de oder telefonisch unter (0 51 41) 12 67 20.